Live? Waren die nicht mal in aller Munde, waren die nicht mal so richtig gut, so dass eigentlich kein Weg an der Band vorbei führte? Wenn dem so gewesen sein sollte, dann müssen sie in jungen Jahren anders geklungen haben. Songs From The Black Mountain ist sicherlich Musik für die Ewigkeit, aber dies nur aufgrund der Radiotauglichkeit von ca. 2/3 des Materials. Ein ‚Lala’ hier, ein ‚DaDa’ da, das ganze mit viel Pathos und erschreckender Fröhlichkeit. Musik für Alleinunterhalter, Musik die gefahrenfrei an einem vorbeirauscht, aber sicherlich keine Töne, die man als aufregenden Rock bezeichnen könnte.
Das geht schon mit dem Opener River los, wo man zielstrebig hübsche Phrasen wie ‚Ooo baby let my lovin’ ease your pain’ raushautt. Bei folgendem Mystery setzt man dann noch einmal einen drauf: das ‚Gott’ und ‚Liebe’ Geseier wird hübsch von Streichern unterlegt, auf denen auch diese Nummer direkt in die Gehörgänge brettert und sich nicht einmal an den feinsten Häärchen verhakt. Lagerfeueratmosphäre gibt es dann bei Get Ready, nur dass die Hände im Pfadfinderlanger schön über der Bettdecke bleiben. Bei Show wird man aber wenigstens noch ein wenig an Foreigner erinnert, auch wenn selbst denen diese Nummer peinlich gewesen wäre.
Viele Worte braucht man über Songs From Black Mountain nicht verlieren. Unkomplizierter Mainstreamrock mit einfachen Melodien, der zu keiner Sekunde weh tut, aber auch nicht wirklich aufhorchen lässt und hier und da schon die Grenze zu einer mittelmäßigen Coverband, die auf Hochzeiten spielt, überschreitet. Wer’s haben muss?!