Schweren Stoff hat sich Lana Lane samt ihrem Anhang da vorgeknöpft. Macbeth vom ollen Shakespeare umzusetzen, ist zwar nicht neu, aber eben auch nicht sonderlich einfach. Um das Fazit vorweg zu nehmen, die Operation ist teilweise gelungen. Vom lyrischen Drumherum mal abgesehen läuft die Platte streckenweise gut, streckenweise etwas zähflüssig rein. Um den Konzeptcharakter zu untersteichen hat sich Chef im Ring Erik Norlander (Keyboard, Produzent, Komponist etc. pp.) für verhältnismäßig viele balladeske Töne entschieden, was mit Zeit ein bisserl nervt. Zwar können die getragenen Stücke (allen voran ‘We Had The World’) überzeugen, aber alles in allem hätte es ruhig etwas "härter" zur Sache gehen dürfen. Zudem klingt der Sound des Albums wieder einmal sehr komprimiert, vor allem den drei Gitarren fehlt es an Biss.
Wen die bisher aufgeführten Punkte nicht stören, wird sich sicherlich an starken Prog-Rock-Tracks der Marke ‘The Dream That Never Ends’, ‘Someone To Believe’ oder ‘Summon The Devil’ erfreuen. Für Neueinsteiger empfiehlt sich hingegen der Doppeldreher ‘Live In Japan’, um einen Einblick in das umfangreiche Schaffen der Lana Lane zu gewinnen.