Bisher kannte ich von den Spaniern Koma nur eine 5 Track Auskopplung ihres letzten Doppel-Live Albums und auf eben jener Auskopplung wollten mir die Herren mit ihrer Musik so gar nicht gefallen, was vor allem an dem furchtbaren Sound dieses Releases und geringfügig an der stilistischen Ausrichtung der Band lag. Nun nimmt das Quartett mit ihrem bereits 5ten Studioalbum einen neuen Anlauf, sich in meine Ohren und mein Herz zu spielen.
Bei den Trümpfen, die von der Formation hierfür aus dem Ärmel gezogen werden, stechen vor allem die fettere Produktion (im Vergleich zum Live Release) und einige der insgesamt 13 vertretenen Songs, hierbei vor allem der wirklich fette und griffige Opener „Protestantes“, die folgenden 3 Tracks „Imaginatelos Cagando“, „Pensamientos Funebres“ und „Trabajo Manual“ und der Partyrocker „Baga, Biga, Higa“. Die restlichen Songs fallen gegen die erwähnten Nummern leider etwas ab, ohne dass man sie allerdings als schlecht bezeichnen könnte, eher als guten und soliden Durchschnitt. Im Bereich Songwriting könnten Koma also für meinen Geschmack ruhig noch etwas an Konstanz nachlegen, denn für ein exzellentes Album sollten nicht nur 40% der vertretenen Songs positiv hervorstechen.
Aber ich will mal nicht zu viel rummeckern, denn für das, was ich nach dem Live Release innerlich von dieser Formation erwartet, oder vielmehr befürchtet habe, bin ich von „Sinónimo de Ofender“ doch sehr angenehm überrascht. Alles in allem haben Koma mit diesem Album nämlich durchaus einen knackigen Rocker am Start, den Freunde des Genres mit Faible für spanischen Gröhlgesang durchaus mal antesten sollten. 8 Punkte!