Beschreibung: Jede Geschichte enthält Unheil. Unheil, das in die Welt hereinbrechen kann. Diese schmerzliche Erfahrung hatte Kant machen müssen. Darum hat er es sich zum Auftrag gemacht, mehr über die Kinder Kassandras zu erfahren. Es gelingt ihm tatsächlich, ein neues Treffen ausfindig zu machen. Dieses Mal soll alles nach Plan ablaufen, dafür will Kant sorgen. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass es jemanden gibt, der das Erzählen der Geschichten verhindern will. Jemanden, der möchte, dass das Unheil geschieht. Und der vor nichts zurückschreckt.
Kritik: Pandoras Play ist sicherlich mit das erfolgreichste Amateurlabel der letzten Jahre, leidet aber auch unter starken Qualitätsschwankungen. Diese finden sich nicht nur zwischen den verschiedenen Serien, sondern auch in den Serien. Hat mich der erste Teil der Serie Kassandras Kinder begeistert und euphorisch auf den zweiten Teil eingestimmt, so enttäuscht Die schwarze Taxe umso mehr. Als positive Elemente sind weiterhin die Rahmenhandlung zu nennen, in welche man die einzelnen Lesungen eingebettet hat, und die Untermalung der Erzählungen. Allerdings mangelt es diesmal an wirklich überzeugenden Geschichten.
Dabei geht es noch gut mit der Episode Aufnahmeprüfung los, einer netten Story mit bissig-bösem Ende. Und ein klein wenig Stephen King-Flair. Anfangs noch spannend gelingt es Dane Rahlmeyer nicht, der Geschichte Monster ein gelungenes Ende zu verpassen. Und auch die Erzählung Holzauge verspricht anfangs mehr als sie letztendlich halten kann. Und überrascht zudem mit einem grammatikalischen Faux-Pas: „Anzüge?! Früher wäre das nicht nötig geworden.“ Wie hat es dieser Satz durch die finale Qualitätskontrolle geschafft?
Die Vorträge der einzelnen Erzähler sind annehmbar, wenn auch gerade die erste Geschichte etwas unter der schnellen Leseweise leidet. Wirklich ansprechend wird dafür aber Holzauge präsentiert – wenn da nur nicht die maue Handlung wäre.
Tolles Konzept, aber mangelnde Ideen der beiden Autoren Dane Rahlmeyer und Katja Behnke machen die zweite Folge doch zu einem recht durchschnittlichen Vergnügen. Ich hoffe, dass man mit dem dritten Teil wieder an die Klasse der ersten Folge Die Einladung anknüpfen kann.