Rezensionen

John 5: Songs for Sanity

(Mascot Records)

Autor: JK / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von John 5 - Songs for SanityDass sich einer wie Marilyn Manson ausschließlich mit Könnern umgibt, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben – auch wenn die sich dann in ein postpubertäres Outfit zwängen und die Gesichter kreidebleich tünchen. John 5, mittlerweile geschasst, machte da keine Ausnahme. Kaum verwunderlich scheint es nun, dass eben jener John 5 mit einer Gitarren-Solisten-Platte via Mascot Records seiner Selbstverwirklichung entgegenstrebt. Genug Geld dürfte er dafür jetzt haben. Mascot (also Shrapnel irgendwie) weckt aber dennoch Ängste. Zu Unrecht.

Zwar wälzt sich John 5 – der, wie es sich gehört, mit einem Pornostar liiert ist - auf „Songs for Sanity“ in solistischen Orgien, die haben aber Herz und Verstand. Mit „Damaged“ geht’s erst mal rasend schnell den Abhang runter und auch „Soul of a Robot“ ist vorrangig ein Beweis technischer Fähigkeiten, „Gein with Envy“ indes holt den Hörer wirklich unsanft in die Realität zurück: Country-Style ist angesagt; „Sin“ könnte auch von Slayer stammen. Klar geworden? John 5 denkt nicht im Traum daran, Nischen auszufüllen oder sich um Konventionen zu scheren. Der Typ macht schlicht, was er will.

Alleiniges Manko ist der fehlende Gesang – doch das fällt auch nicht allzu schwer ins Gewicht. „Songs for Sanity“ ist eine klasse (zumeist recht harte) Gitarren-Helden-Platte, die erfreulicherweise nicht im Einheitsbrei herumblubbert.

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