Da hat sich aber mal einer Mühe gegeben, selten eine stimmig aufgemachte Eigenproduktion in den Händen gehalten, Jewel Case, schönes Booklet, schönes Artwork und nun muss nur noch die Musik überzeugen, dann ist alles im Lot.
Und…die Musik überzeugt, jedenfalls wenn man auf Seattlesound der 90iger Jahre steht. Das Quintett aus Niederbayern macht keinen Hehl aus ihren Einflüssen und setzt sie auch Konsequent um. Glücklicherweise haben sie auch die Fähigkeiten dies zu tun, so dass es nicht wie ein Abklatsch der Grunge Ära anmutet, sondern eher wie eine Hommage verbunden mit eigenen Ideen. Besonders die Stimme von Sänger Pierre erinnert sehr an Eddie Vedder und auch die Musik hat viel von Pearl Jam, nur das die Up Tempo Parts komplett fehlen.
Jamsbyus verlegen sich komplett auf die ruhigere Seite des Alternative, aber klingen trotz allem schön sperrig und ungeschliffen, wie man es von einer jungen Band erwarten sollte. Ganz besonders gefällt auch die Produktion, die der Musik die benötigte Wärme gibt und so die Melancholie trägt, die in den Songs steckt. Einen besonderen Anspieltip kann ich nicht geben, eher genau das Gegenteil….der schlechteste Song der Scheibe ist definitiv „King“ da die Herren aus Niederbayern versuchen irgendwie rockig zu klingen und das geht absolut in die Hose. Ansonsten ist das selbstbetitelte Album durchgängig auf hohem Niveau und jeder Fan von Alternative, Pearl Jam, den Doors oder einfach von guter Rockmusik sollten sich das Demo ruhig zulegen. Zu erhalten ist es auf der HP der Band und für 10 €sollte man nicht nein sagen.
Rezensionen
Jamsbyus: Jamsbyus
(Eigenproduktion)
Autor: CF / Wertung: 8.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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