Beschreibung: T-Phagus. Welches Rätsel verbirgt sich hinter diesem Namen? Das Team der Sonderabteilung für paranormale Phänomene nimmt sich der Sache an. Aber nicht nur Jac Longdong und sein Kollege Richard Hamill haben alle Hände voll zu tun, einen freigelassenen Kampfstoff unter Kontrolle zu halten, auch der britische Geheimdienst mischt mit. Können sie mit vereinten Kräften dem Grauen ein Ende setzen oder kommt nun alles noch schlimmer, als es schon ist?
Die bisherigen Folgen der Grusel-Comedy waren spätestens mit der dritten Folge auf dem besten Weg, sich – zumindest meiner Ansicht nach – ins Abseits zu befördern. Außer vulgäre Zoten, pubertäre Sprachspielchen und dem Herumreiten auf Klischees (z.B. die exzentrische Darstellung Homosexueller) hatte die Serie nur wenig zu bieten. In den verkrampften Späßen verlor sich spätestens nach der Hälfte der Laufzeit jegliche Handlung. Nur schwer vorstellbar, dass sich der kreative Stab hinter der Serie selber damit auf Dauer zufrieden gibt. Daher bestand immer ein gewisser, wenn auch geringer Hoffnungsfunke, dass man doch noch einmal eine Kehrtwende anstreben würde.
Die vierte Folge lässt den Hoffnungsfunken immerhin Zunder zum Entzünden finden. Dass man im Hause Russel & Brandon das Konzept von einer auf die nächsten Folgen vollkommen verwirft, kann man nicht erwarten. Und dass man komplett von blöden Pennälerspäßen ablässt, ebenso wenig. Aber schon das Label mit Starbesetzung kündigt an, dass man sich doch ein wenig mehr um eine solide Umsetzung bemüht. Und somit auch dem Inhalt ermöglicht, zu einer Handlung zu finden. Zwar tut es mir als Gönner der Maritim-Sherlock Holmes Serie schon etwas weh, den Watson-Interpreten Peter Groeger manch schwachen obszönen Kalauer äußern zu hören, aber selbst dies vollzieht er immer noch mit solch einer Würde, dass es die erschreckende Wirkung dämpft. Überhaupt ist es nicht zuletzt Groeger zu verdanken, dass aus der Geschichte T-Phagus-Viren, die töten trotz der üblichen Kritikpunkte eine durchaus ansprechende Unterhaltung im Stil der ersten Larry Brent-Folge Irrfahrt der Skelette wird. Daneben agiert auch Tausendassa Udo Schenk als Bond Anspielung Agent Gold überzeugend und stellt einen neutralisierenden Kontrast zur den üblichen Protagonisten Longdong und Richard Hamill dar.
Deren Blödeleien sind übrigens immer noch nicht nur hart, sondern stellenweise über der Schmerzgrenze, an anderer Stelle zum ersten Mal aber irgendwie wirklich komisch. Gerade zum Schluss der Geschichte möchte man meinen, dass es wirklich gut und lustig wird, wenn die beiden Herren vor den Miniatur-Zombies flüchten. Doch, es war wirklich zum schmunzeln. Und spannend!
Konnten sich die Produktionen bisher an sich hören lassen, s.h. Musik und Untermalung waren modern und Gruselhörspielen adäquat eingesetzt, schafft es die vierte Folge sogar, mit einer hörbaren Handlung aufzuwarten, die abgesehen von den Mallorca-Gags um Sex und Fäkalien auch ansprechend umgesetzt wurde. Vielleicht schraubt man bei der nächsten Folge die Karneval Kalauer noch etwas zurück, schreibt weniger, dafür aber gute Witze und setzt ansonsten genau da an, wo man mit dieser Folge aufgehört hat. Dann wird das mit Geisterjäger Jac Longdong wirklich noch etwas.