Beschreibung: Jac Longdong griff tief in seine Erinnerung zurück. Da war dieser Fall. Der Fall, der die Beziehung zwischen Longdong und Hamill stark in Frage stellte. Akte: Bloody Mary
Still war es um das Gasthaus. Selten verirrte sich hierher eine Seele. Und wenn doch, so sagte man, blieb sie in diesem Haus gefangen – auf ewig! Was war dort geschehen? Oder waren es doch nur Geschichten? Jac Longdong klärt diesen Fall auf seine Weise. Zerstörerisch und unberechenbar.
Kritik: Wo treffen Monthy Pythons Ritter der Kokosnuss und Texas Chainsaw Massacre aufeinander? Natürlich in Russel und Brandons Comedyshow Jac Longdong. Und zwar wird in der fünften Folge die Szene mit dem schwarzen Ritter, der nach und nach seine Glieder verliert, 1:1 nachgestellt – nur, dass man hier eine Kettensäge benutzt. Überhaupt sucht man in dieser Folge sein Glück im Parodieren von „seriösen“ Horror- und Gruselstoff. Rahmenhandlung ist dabei eine Schweigen der Lämmer-Inzenierung. Nur dass hier die Protagonisten Jac Longdong und Dr. Borderline heißen.
Eine eigene Handlung gibt es auch, allerdings ist diese so wirr, dass der Hörer nicht wirklich mitkommt. Und besonders das Ende dürfte einige Falten auf die Stirn werfen. Konzentriert man sich aber auf die Binnenerzählung um ein Gasthaus, in dem Menschenfleisch serviert und die Gäste auch gerne einmal zersägt und zerhackt werden, kann man eine „entspannende“ Hörstunde genießen.
Wenn, ja wenn man auf die Komik der Jac Longdong-Hörspiele kann. Der Penälerhumor ist leider immer noch geblieben und schwappt stellenweise auch etwas zu heftig über. Die üblichen sexuellen Anspielungen bleiben leider nerviger Bestandteil der technisch einwandfrei produzierten Serie. Der eine mag dies lustig finden, persönlich schwanke ich aber zwischen schmunzeln und ärgern. Die vierte Folge kam hier etwas gebremster rüber, in der fünften findet man leider nicht mehr die nötige Balance. Ganz so schlimm wie in den ersten drei Folgen ist es allerdings nicht mehr – auch wenn man alte Charaktere (wie z.B. George Clinton) reanimiert.
Jac Longdong bleibt also polarisierend…