Bescheiden sind sie ja, dass muss man JVP lassen. Wo andere Kollegen in ihren Bandinfos sich mit allerlei Gehänge schmücken, dass sie anschließend wie eine kunterbunte Travestiegruppe daherkommen, „begeistert die Band [bisher] auf vielen Konzerten im süddeutschen Raum mit ihrer Mischung aus Hard Rock und Heavy Metal“ und konnte angeblich „schon als Support von Generation X, Sphynx und Revolution etliche Erfolge feiern.“ Professionelle Bandinfoschreiberlinge hätten aus diesen wenigen Informationen eine dramatischere Vergangenheit phantasiert.
Aber das Lokale dürfte und wird auch am ehesten der Spielraum für die Gruppe aus Landsberg am Lech bleiben. Ihr Hard Rock muss doch als recht staubig und bieder betrachtet werden, irgendwie auch recht dünn, schlicht gefällig. Nichts, was national und vor allem nicht international für Aufsehen sorgen wird. Nicht einmal mehr 08/15, da diese Art von Musik heute kaum noch jemand spielt, es sei denn, er covert Nummern von Gruppen, deren Namen selbst meine ältere Schwester inzwischen vergessen haben dürfte.
Hat man die bisherigen „3 Demo CD’s […] ausschließlich für Veranstalter und Freunde hergestellt“, so wird auch die „erste ‚richtig’ professionelle CD“ am ehesten auch dort ihren Anklang finden. Und das finde ich auch nicht weiter schlimm. Und das sollte auch der Band und ihrem Fankreis reichen. Und auch dies ist wirklich nicht böse gemeint…