Rezensionen

Ignite: Our Darkest Days TIPP

(Century Media)

Autor: CF / Wertung: 10.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Ignite - Our Darkest DaysGut das ich die Herren um Sänger Zoli Teglas nie abgeschrieben habe, auch wenn es nunmehr beinahe 6 Jahre sind, seitdem der letzte reguläre Longplayer „A Place Called Home“ erschien, war es nie wirklich still um die Herren. Neben der Solokarriere von Herrn Teglas, waren sie ausgiebig auf Konzerten anwesend, haben ein Label gesucht, sich mit Vorwürfen auseinandergesetzt (Geldgeilheit, Politik als Kalkül usw.) und scheinbar viel weiters.
Glücklicherweise haben sie die Zeit auch genutzt um an ihrem neuen Longplayer zu arbeiten und da in den letzten Jahren persönlich und auch politisch, was bei Ignite immer ein gewaltiges Thema sein wird, vorgefallen ist, klingt „Our Darkest Days“ auch überraschend aggressiv. Trotz der allgegenwärtigen Aggression, sind die Trademarks der Herren aus Orange County noch alle vorhanden. Keine andere Band kann Aggressionen mit derart feinen Melodien verbinden, was zum Großteil auch an der hervorragenden Gesangsleistung von Sangeswunder Zoli Teglas liegt. (Jawohl, ich gehöre zu der Gemeinde der Zoli Jünger, da ich seine Stimme für unverwechselbar halte!!) Auch die Gitarrenarbeit von Brett Rasmussen und Rückkehrer Brian Balchack ist unvergleichlich. Durch den leicht gestiegenem Punkanteil, könnte man leicht die bitterbösen Texte übersehen, denn dunkle Tage waren nie farbenfroher als in der Musik von Ignite. Sehr gutes Beispiel ist mein Favorit und Opener „Bleeding“, das 51sekündige „Our Darkest Days“ sehe ich mal als Intro und nicht als Song an sich, ein Uptemposong, der mit einer starken Melodie in der Bridge, wie mit einem extrem engagierten Text aufwarten kann. Dieser Text ist auf alle Regierungen unserer ach so schönen Welt anzuwenden, doch strahlt der Song trotzdem so viel Hoffnung aus, dass man beinahe automatisch anfängt sich zu bewegen und sich des Lebens zu freuen. Des Weiteren ist mit „Live For Better Days“ noch ein akustischer Song auf „Our Darkest Days“, der durch seine Leichtigkeit besticht und durch seinen Text zum Nachdenken anregt. Ach ja, es gibt auch noch einen Hidden Track in Ungarisch, was man eigentlich bei Zoli auch nicht anders erwartet hat, oder? Etwas unnütz ist aber die Neuaufnahme von „Sunday Bloody Sunday“ (U 2), da diese Coverversion schon auf „A Place Called Home“ war.
Ansonsten hab nicht mal ich etwas zu meckern, außer natürlich über die Spielzeit. Auch wenn „Our Darkest Days“ eine sehr intensive Platte ist, hätten es nen paar Minuten mehr als 36 sein dürfen. Eine der wichtigsten, wenn nicht gar die wichtigste Melodic Hardcore Band aus den Staaten hat sich zurückgemeldet und das mit einem Paukenschlag!

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