Es gibt wirklich Alben, bei denen man sich fragt, warum sie erscheinen oder welcher Sinn dahinter steckt. Das selbstbetitelte Debüt von Heartbreak Radio gehört leider dazu.
Musikalisch kann man alles unter dem Banner Melodic Rock /AOR zusammenfassen, aber anders als bei den Koryphäen dieser musikalischen Stilrichtungen wartet man auf die stimmigen Melodien, auf das Gefühl die Anlage noch ein Stück lauter zu drehen oder die Gedanken an eine Fahrt im Cabrio vergebens. Irgendetwas fehlt…
Musikalische Fähigkeiten sind bei der All Star Besetzung zweifellos vorhanden, Magnus Rosen (Hammerfall) am Bass oder Mikkey Dee (Motörhead) am Schlagzeug sagen eigentlich schon alles. Trotzdem scheitert es an der Umsetzung, das auch nach mehrmaligem durchhören nichts hängen bleibt, oder sich eher sogar das Verlangen einschleicht, den CD Player auszuschalten ist kein gutes Zeichen.
Größtenteils kann man Vergleiche zu Bands wie Journey, REO Speedwagon oder Toto ziehen, doch die Klasse dieser Bands wird nie erreicht. Der schönste Song der Scheibe ist definitiv die Ballade „Let Me Have My Heart Again“.
Ein guter Song auf einem Album ist definitiv zu wenig, gerade wenn noch so Kracher wie „Knockin´on Hells Door“ auf einen warten, der zwar ein richtiger Rocker sein soll, aber zum Rohrkrepierer aller erster Güte mutiert.
Bei Heartbreak Radio handelt es sich um eine Scheibe, die bestimmt Freunde finden wird, gerade Menschen die dem seichten Bubble Gum Rock der Achtziger Jahre verfallen sind werden bestimmt ihre Freude haben, doch jeder andere sollte besser die Finger davon lassen!
Rezensionen
Heartbreak Radio: Heartbreak Radio
(AOR Heaven / Germusica)
Autor: CF / Wertung: 4.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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