Norwegen ist ein Land, das zum einen sicherlich wegen seiner unglaublich beeindruckenden landschaftlichen Gegebenheiten eine gewisse Berühmtheit erreicht hat. Darüber hinaus gilt Norwegen aber sicherlich mittlerweile auch durchaus als Talentschmiede in Sachen Rock und Metal, denn über die letzten Jahre hinweg konnten sich immer mehr Formationen dieses rauen Landes in eben jenen Genres etablieren.
Griffin gehören zwar bisher noch nicht zu den 100%ig etablierten Bands, sind aber meiner Meinung definitiv auf einem guten Weg. Schon mit dem letzten Album „No Holds Barred“ (2003) heimsten die Norweger mehr als nur einen Achtungserfolg ein. Im Frühjahr 2004 allerdings drohte die Karriere dieser Combo zu knicken, weil Fronter Pete Beck einen Herzinfarkt erlitt. Zum Glück konnte sich jener davon erholen und ist inzwischen motivierter denn je zuvor bei der Sache, was man dem aktuellen Longplayer „Lifeforce“ auch durch die Bank anhört. Mit frischen kraftvollen Riffs und vor allem starken und einprägsamen Gesangslinien haben die Epic / Power Metaller aus Trondheim hier ein Paket geschnürt, mit dem die Jungs Fans dieses Genres sicherlich bereits im ersten Durchlauf begeistern können. Und auch wer sich ansonsten mit Grauen von dieser stilistischen Schublade abwendet kann hier ruhig mal ein Ohr riskieren, denn was hier geboten wird ist weit weg von der unter dieser Zuordnung oft verkauften klischeebehafteten Einheitsbrei – Stangenware.
Fazit: Mit „Lifeforce“ haben Griffin ein amtliches neues Album am Start, das definitiv Lust auf mehr macht und das Potential hat, den Bekanntheitsgrad der Norweger noch mal deutlich zu steigern. 9 Punkte!