Nachdem die Herren um Chris Botlendahl mit der Neueinspielung ihres Klassikers “Yesterday” im alten Jahr noch fix eine Duftmarke gesetzt haben, läuten sie das Jahr 2007 mit einem ordentlichen Kracher in Albumlänge ein.
„Liberty Or Death“ heißt die neue Langrille unter neuem Labelbanner und Grave Digger zeigen, dass sie auch nach gut 27 Jahren im metallischen Business noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Insgesamt zehn Songs, die sich thematisch mit einstigen Freiheitsbewegungen und den damit einhergehenden Kriegen um Freiheit und Frieden beschäftigen, haben die Herrschaften für die aktuelle Langrille zusammengestellt und zeigen sich dabei musikalisch sehr variabel und bisweilen der Thematik angepasst gar mächtig episch. Dabei dürfte zu keinem Zeitpunkt ein Zweifel bestehen, dass es sich hier um das neue Grave Digger Album handelt, denn das für diese Combo typische Teutonen Metal Feeling ist zu jeder Zeit präsent und auch vom Sound her ging man keine Risiken ein und präsentiert sich klanglich in gewohnter Manier. Wer sich von dem auf „Liberty Or Death“ gebotenen Material beim Plattenkauf einen ersten kleinen Eindruck verschaffen möchte, dem seien für das Probehören vor allem Titel wie beispielsweise „Shadowland“, „March Of The Innocent“ oder „Massada“ ans stählerne Herz gelegt.
Fazit: Wo Grave Digger drauf steht, da ist auch Grave Digger drin – daran ändert sich auch 2007 trotz neuen Labels nichts, und das ist auch gut so. Die Fans wird’s freuen, allemal weil die Herren für mein Empfinden ein wenig zu den Stilmitteln der „Tunes of War“ zurück zu finden scheinen. 9 Grabschaufeln!