Rezensionen

Grafton: Blind Horse Campaign

(Dead Canary Records)

Autor: DJ / Wertung: 8.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Grafton - Blind Horse CampaignGitarrenrock ist ja inzwischen kein ‚Ufo’ mehr, sondern auch ein Objekt, was sich in die breite Musiklandschaft eingeschlichen hat. Selbst Jeanette Biedermann wandelt bei ihrem neuen Song ja auf den Spuren von Ministry und lässt sich von zwei Schlagzeugern ins Nirvana prügeln. Gute Chancen also auch für die kleinen Acts, ein kleines Stück vom großen Kuchen abzubekommen? Im Fall von Grafton muss die Antwort ganz klar ‚Nein!’ lauten. Die Jungs sind definitiv zu rockig, zu erdig, zu noisy, zu authentisch, zu wild,… Und damit weit entfernt von dem Rock, den der Markt sucht. Das Trio aus Ohio präsentiert auf Blind Horse Campaign Gitarrenaggression zwischen Punk und Garage, ziemlich laut und verzehrt, immer auf die Zwölf, sehr tight, aber nicht steril, gesamt betrachtet aber dann doch etwas langweilig, weil ihre Lieder alle nach dem gleichen Rezept gebraut zu sein scheinen. Das Problem bei Grafton ist wieder einmal, dass auf Kosten des ‚ehrlichen Rock’n’Rolls’ leider auch wenig hängen bleibt. Vielleicht kann die Band diesen Zustand aber auf ihrer Europa Tour im Februar und März 2005 ausmerzen.

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