Wir können auch Orchester. Das denken sich oftmals insbesondere Pomp-Metaller und stellen ein Synthesizer-Intro ihren eigentlichen Songs voran. Ähnlich machen es Gory Blister, doch anstatt nach „Procession to Apocalypse“ in Eunuchen-haftem Gesang und voranstampfendem 4/4-Takt-Gehämmer die Flucht zu suchen, kreischt Sänger Adry lieber ab wie Mille in seinen besten Zeiten – ja gut, ohne Ruhrpot-Akzent. Auch die Hintergrund-Band agiert irgendwie „thrashig“. Mit ordentlichem Frickel-Faktor allerdings. Und allmählich dämmert es. Von wegen Kreator. Die seligen Death sind vielmehr der richtige Anhaltspunkt.
Auf dem Technik-Sektor jedenfalls sind Gory Blister keinen Deut schlechter. Was fehlt, sind die einprägsamen Melodien. Dennoch ist „Skymorphosis“ eine mehr als ordentliche Platte, die Frickel-Freunden eine wahre Freude sein dürfte. Ich bleibe allerdings beim Original.
Rezensionen
Gory Blister: Skymorphosis
(Mascot Records)
Autor: JK / Wertung: 8.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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