Alison Goldfrapp und Will Gregory haben es sich nicht einfach gemacht. Die ruhigen, fast meditativen Stücke vom erfolgreichen ersten Album „Felt Mountain“ sind endgültig Vergangenheit, der Weg der mit „Black Cherry“ eingeschlagen wurde wird hier in einer Mischung aus Disco-Hymnen und Glam-Attitüde auf die Spitze getrieben. Gleich bei „Ooh la la“ lassen T.Rex grüßen und an „Lovely 2 C U“ hätte Kylie Minogue ihre Freude. Goldfrapp liefern mehr denn je wunderbaren Nonsens-Plastik-Pop. Wären da nicht die ruhigeren „Let It Take You“ und „Time Out From The World“, „Supernature“ wäre eine einzige Demontage der damals mit dem sphärischen „Felt Mountain“ für den Mercury Music Prize nominierten Band. Dennoch ist dieser vermeintlich(e) massenkompatible Trashpop stets mit einem deutlichen ironischen Augenzwinkern versehen. Volle Entfaltung erreicht dieser, wenn er, wie geschehen, Eingang in den Mainstream erlangt und ihn so vollends persifliert. Hier wird allem Möglichen der Spiegel vorgehalten und dazu kann man sogar auch noch tanzen.
Supernatürlich? Mitnichten. Und gerade deshalb wunderbar gelungen.
Rezensionen
Goldfrapp: Supernature TIPP
(Mute)
Autor: Ex-Redakteur / Wertung: 10.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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