Es ist wirklich wundersam, wie sich manche Bands von Scheibe zu Scheibe steigern können ohne ihren Stil allzu abrupt zu ändern und es somit geschickt vermeiden, alte Fan-Hasen zu vergraulen. Ein gutes Beispiel sind God Dethroned die auch mit ihrem aktuellen Werk wieder altbekanntes, aber auch einige neue Feinheiten zu einem homogenen Album zusammenschustern. Seit dem “Ravenous”-Album haben sich Henri Sattler und Konsorten kontinuierlich gesteigert, sind ihren Roots treu geblieben, haben aber mit jedem Album neue Feinheiten hinzugefügt. Diesmal heißen diese kleinen Nuancen Industrial, Epik und mehr Rockigkeit. Bitte keinen Schreck kriegen oder postwendend abwinken, es geht hier vielmehr um Düsternis und maschinelle Kälte durch spärliche Keyboards auf der einen Seite, sowie um eine epischere Bandbreite durch große Melodien und verschlepptes Tempo. Bereits das gesampelte Intro und der Chorus vom rhythmischen Opener “Hating life” könnten von Ministry sein. Danach folgen ein paar typisch hochwertige GD-Dampfhämmer mit Blastbeat und Doublabass, welche erneut ordentlich durchs Gehör pflügen. Die altbekannten Melodien wie bei “On wings of pestilence sind ebenfalls wieder am Start werden aber um die zweite Veränderung, sprich Hypocrisy-Hearalikes der Marke “The day you died” und “Typhoid Mary” ergänzt. Diese langsamen Songs klingen noch ausgereifter und epischer als das bisher schon angewandte gehaltvolle Melodiepotenzial. Mit Henri’s wütenden Vocals veredelt, wird somit abermals für die richtige Abwechslung gesorgt und auch die Tempovariationen in den einzelnen Songs tragen zu einem rockigeren Hörvergnügen bei. Schlußendlich wird die Ausrichtung der letzten beiden Scheiben konsequent weiterverfolgt, sodass jeder Fan blind und zufrieden zulangen darf, obwohl eine Hymne ala “Sigma enigma” diesmal fehlt.
Rezensionen
God Dethroned: The toxic touch TIPP
(Metal Blade)
Autor: R@Z€ / Wertung: 10.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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