Rezensionen

George Thorogood & The Destroyers: The Hard Stuff

(Eagle Rock / Edel)

Autor: Katze / Kommentare: Bisher keine

Bild von George Thorogood & The Destroyers - The Hard Stuff’The Rolling Stones may be “the world’s greatest rock’n’roll band.” And James Brown may be “the hardest-working man in show business.” But George Thorogood & the Destroyers are arguably the world’s greatest bar band’

Genau so steht es auf Seite Eins im Booklet zur neuen George Thorogood & The Destroyers CD „The Hard Stuff“ in schwarzen Lettern auf weißem Grund. Ich könnte den Wahrheitsgehalt dieser Aussage natürlich nicht mit letzter Sicherheit unterschreiben, weil sich George Thorogood und seine Jungs in Deutschland nach wie vor ziemlich rar machen, aber ich denke man könnte eine Unterschrift durchaus riskieren. Denn was der Bluesman in schöner Regelmäßigkeit auf Konserve präsentiert passt erstens thematisch in eine Bar wie die berühmte Faust aufs ebenso bekannte Auge und zweitens spielen die beteiligten Herren die Mucke so dermaßen tight auf den Punkt, dass es einfach komplett rockt und somit für ein gepflegtes Kneipenbier – zumindest für meinen Geschmack – der ideale Wegbegleiter ist.
Wie schon auf „Ride ’til I Die“ bekommt der geneigte Hörer eine Mischung aus Bluesklassikern und eigenem Material von Thorogood und seinen Jungs geboten, wobei das eigene Material auch hier wieder deutlich in der Unterzahl ist. Unter den Coverversionen finden sich solch nette Songs wie „Hello Josephine“ von Fats Domino, das die Band in dieser von ihnen gespielten Version den Überlebenden der Hurrikan Katastrophe von New Orleans widmet, John Lee Hooker’s „Huckle Up Baby“ und „Dynaflow Blues“ von John Ned Shines. Mit „Drifter’s Escape“ hat es sogar eine ziemlich interessante Nummer von Bob Dylan in die Tracklist dieser CD geschafft.

Fazit: Auch auf „The Hard Stuff“ zeigen sich George Thorogood & The Destroyers mal wieder von ihrer bluesrockigen Schokoladenzeit und präsentieren sich nicht nur mit ihren eigenen Songs sehr eigenständig sondern wissen auch durchaus den vertretenen Fremdkompositionen ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Also Bluesrocker da draußen: es wird Sommer, die Abende sind heiß und schwül, wer jetzt noch den idealen Soundtrack für diese Abende sucht, der dürfte genau hier fündig werden!

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