Wem das Leben hierzulande in gemütlicher Abgeschiedenheit und stiller Eintracht mit seiner Umwelt zu langweilig werden sollte, benötigt noch lange keinen Tapetenwechsel. Bei Sehnsucht nach Großstadtkrach, ICE-Rauschen oder Güterverkehrgerumpel helfen die Grindcrustler von Gadget, mit ihrem neuen Scherbenhaufen The funeral march, gerne weiter. Unterbrochen von der Instrumental-Ruhepause “Day of the vulture” und beendet mit “Tingens förbannelse” (aus dem sächischen = Fahrbahnelse;) geht’s mit den Schweden 15 Mal für jeweils ein bis drei Minuten ans Bahngleis zur TGV-Strecke von Paris nach Lyon, um sich bei 300 km/h die restliche Haarpracht von der Glatze blasen zu lassen. Ganz harter Tobak, den uns Relapse hier vorsetzen und nicht für Minderjährige unter 18 Jahren oder Herzinfarktgefährdete geeignet. Nasum-Jünger und Pig Destroyer’s sollten sich da schon eher angesprochen fühlen und ihre helle Freude an dieser Grind-Crust-Blast-Orgie haben. 6 Dezibel (weil’s nicht meine Baustelle ist) wegen dem Schlagzeuger, der mit Go Go Gadgetto Armen unglaublich seine Schießbude zertrümmert… ich verpiss mich wieder lieber ins Sanatorium an den Bodensee.
Rezensionen
Gadget: The Funeral March
(Relapse Records)
Autor: R@Z€ / Wertung: 6.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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