Rezensionen

Fury in the Slaughterhouse: Fury Acoustic Grand Cru Classé

(SPV)

Autor: Katze / Kommentare: Bisher keine

Bild von Fury in the Slaughterhouse - Fury Acoustic Grand Cru Classé“Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt“ ist sicherlich ein ausgelutschtes, aber dennoch immer mal wieder sehr zutreffendes alte Sprichwort, von dessen Wahrheitsgehalt sich Ende 2004 auch Fury in the Slaughterhouse mal wieder aufs bitterste überzeugen lassen mussten. Eigentlich war man am 10.12.2004 im Pavillion zu Hannover angetreten, um in bester Heimspielatmosphäre die größten Hits der Band in akustischer Version darzubieten und diese vor allem auch noch gleich aufzunehmen, um sie so für die Nachwelt auf CD zu konservieren. Allerdings fiel mit dem Rhodes-Piano relativ schnell einer der wichtigsten Bestandteile des Abends dauerhaft auf, was die Aufnahmen insgesamt wenig befriedigend für die Band gestaltete.

Zwar befand man einige Teile der Show für verwendbar, entschied aber im gleichen Atemzug, die weniger befriedigenden Songs am nächsten Tag noch mal einzuspielen, auch wenn das Publikum naturgemäß am Ende der eigentlichen Show abgewandert war und man sich am 11.12.2004 bei den Neueinspielungen mit der gigantischen Crowd von 3 Zuhörern und 4 Putzfrauen begnügen musste. Da es nun einmal schon ohnehin sehr starke Schwankungen im abschließenden Applauspegel gab, entschied man weiterhin die Song für vorliegende Doppel – CD in zwei Kategorien zu sortieren: die ruhigeren, melancholischeren – insgesamt 13 an der Zahl – wanderten auf die „Rotwein“ – CD, während die 9 raueren und ungeschönten Gesellen unter den Songs auf der „Bier“ – CD landeten. Das Ganze noch formschön im Digi-Pack verpackt und mit ansprechendem Artwork versehen und ab damit unters Fury-Volk. Zu den Songs an sich muss man glaub ich an dieser Stelle nicht mehr große Worte verlieren, denn wer auch nur ansatzweise irgendetwas von den Furies in den letzten Jahren wahrgenommen hat, der dürfte die meisten der hier präsentierten Songs kennen, wer sie nicht kennt, dem ist wahrscheinlich eh nicht mehr zu helfen.

Fazit: Das Live – Feeling kann und will sich nach oben beschriebener ‚Zerstückelung’ des Abends nicht so wirklich einstellen und auch der wahrgenommene Hörfluss will sich bei mir durch Ein- und Ausblendungen kaum einstellen, aber Fury in the Slaughterhouse - Fans können und werden diese Faktoren herzlich egal sein, denn trotz technischer Unzulänglichkeiten gibt es hier einen Haufen Hits in schönen Akustikversionen und ansprechender Verpackung.

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