Rezensionen

Firewind: Forged By Fire

(Century Media)

Autor: Katze / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Firewind - Forged By FireEigentlich fällt eine Band wie Firewind ja in das Ressort des Kollegen Halupczok, der auch deren bisherigen Werke „Between Heaven and Hell“ (2002) und „Burning Earth“ (2003) besprochen hat. Nun ist eben jener Herr Halupczok momentan anderweitig stark eingespannt, so dass es an mir ist, sich mit „Forged by Fire“, dem Drittling der Herren um Gitarrist Gus G., auseinander zu setzen.

Zuallererst einmal gibt es einige Veränderungen im Hause Firewind zu vermelden: Zum einen wurde das aktuelle Album nicht mehr vom Gitarrenvirtuosen David T. Chastain produziert und auch dessen Label hat man den Rücken gekehrt, um bei Century Media Records eine neue Heimstatt zu finden. Zum anderen gibt es einschneidende Veränderungen im Line-Up zu vermelden, denn Sänger Stephen Fredrik wurde letztes Jahr durch den in Sri Lanka gebbürtigen Chity Somapala ersetzt und auch an den Keyboards gibt es mit Bob Katsionis einen Neuzugang zu verzeichnen. Mir fehlt an dieser Stelle zwar die Möglichkeit des Vegleiches zwischen den beiden Sängern, weil ich die ersten beiden Alben dieser Combo nicht kenne, aber ich denke diese Auswechslung kann dem Projekt um Gus G. nicht wirklich geschadet haben, denn Somapala verfügt über eine charismatisch prägnante Stimme, die bisweilen ein wenig an Ronnie James Dio zu erinnern vermag, ein Eindruck, der durch das überwiegend klassisch rockende Songwriting auf „Forged by Fire“ noch zusätzlich unterstützt wird.
Die Musik an sich fällt dieses Mal, wie bereits im Vorsatz angedeutet, ziemlich traditionell rockig aus und glänzt mit kernigen, eingängigen Riffs. Einer Menge Groove, einem hohen Maß an Eingängigkeit und Ohrwurmcharakter und bietet oftmals hymnenhaften Pathos. Die Mischung ist wirklich gut gelungen und weiß, (zumindest mir) definitiv zu gefallen.
Neben insgesamt 10 allesamt qualitativ ansprechenden Songs, unter denen ich als Anspieltipp an dieser Stelle vor allem „Kill to Live“, „Tyranny“, „Hate World Hero“ und „Burn in Hell“ kennzeichnen möchte, wird die CD zusätzlich einen Video-Clip zu geradem erwähntem „Tyranny“ und Making of / Live Footage enthalten. Zu dem enhanced Material kann ich allerdings an dieser Stelle nichts sagen, weil dieses der Promoversion nicht beiliegt.

Fazit: Manchmal ist es gar nicht so schlecht, wenn man gezwungen wird, sich mit einem Album auseinander zu setzen, dass man sich nach einem vorurteilsbehafteten ersten Blick auf das Cover (mea culpa!) wahrscheinlich ansonsten nicht in den Player geschoben hätte, denn Firewind’s drittes Album „Forged by Fire“ weiß durchaus zu gefallen. Freunde des traditionellen Heavy Rock / Metal sollten hier einmal die Ohren spitzen. 9 Punkte!

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