Rezensionen

Final Breath: Let me be your tank TIPP

(Remedy Rec.)

Autor: DJ / Wertung: 10.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Final Breath - Let me be your tankDass Nuclear Blast ein ziemlicher Plinsenverein sind, weiß die Metal Republik ja nicht erst seit gestern. Da packt man sich mit Final Breath einen der hoffnungsvollsten Newcomer im Death/Thrash Bereich in die Regale, um ihn dort verstauben zu lassen und schließlich auf den Sperrmüll zu geben. Das Nordische Label Remedy Records hat sich den Frankenboys angenommen und mit SureShotWorx hat man nun auch ein starkes Promotionteam hinter sich. Und Let Me Be Your Tank scheint so etwas wie ein deftiger Effefinger in Richtung des früheren Labels zu sein.

Die letzten Releases des Acts aus dem Süden unserer Republik boten ja schon kräftigen Thrash Metal, der vor allem seit dem Einstieg Jürgen Aumann noch die passende Stimme erhielt, aber auf der aktuellen CD schließen die Burschen definitiv nahtlos an die europäische Genre-Elite an. Während sich Jürgen Aumann nicht nur stimmlich stark unvergessenen Idolen wie Chuck Schuldiner (R.I.P - Death) oder Mark Grewe (Morgoth) nähert, lärmt auch die restliche Band kontrolliert und zielorientiert wie eine Mischung aus europäischen Gruppen der Kaste Kreator, Destruction, The Haunted, vergisst aber dabei nicht, das Quentchen Technik der frühen Florida-Acts (wie z.b. Death) mitzubringen. Schlagwerker Heiko Krumpholz darf seinen Schemel spätestens seit diesem Release auch liebevoll Thron nennen und das eine oder andere Soli von Klampfer Jörg Breitenbach wird gut im Silber eines CD-Rohlings aufgewogen. Dass man dabei erneut auf die Dienste von Produzent Andy Classen gesetzt hat, war sicherlich eine gute Wahl, präsentieren sich die zehn Songs (inklusive Intro) auch in druckvollem Soundgewand.

Hätte ich nicht schon im letzten Jahr meine krauses Nackenhaar und meinen welligen Pony gegen eine Schwiegermuttertaugliche Frisur eingetauscht, würde ich sicherlich zu herausragenden Stampfern wie Eyes Of Horror oder dem Entombed-mäßigen Titeltrack Let Me Be Your Tank das Haupt schütteln oder beim flotten Opener Strong Pain den Propeller einschalten. Auch wenn das Cover gelinde gesagt Murks ist, gehört die CD in jedes Thrasher Regal!

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