Hinter dem ungewöhnlichen Namen Filmpalast verbirgt sich Dirk Schilling, der sich für seine neue Produktion die gesangliche Unterstützung von Birgit Fischer geholt hat. Dem einen oder anderen dürfte diese Kombination bereits bekannt vorkommen, haben beide doch eine gemeinsame Zeit bei Motorsheep verbracht.
Genremäßig kann man das Album nur schwer in eine Kategorie pressen, allenfalls der sprachliche Kunstgriff ‚artifizieller Chanson’ kommt dem ganzen ansatzweise nahe. Das neunliedrige Album entführt seinen Hörer in eine musikalische Welt, in der sich die minimalistischen elektronischen Kompositionen gekonnt mit Fischers charismatischer Stimme zu einer musikalischen Einheit zusammenfügen. Bereits die Tracktitel verleiten zu Assoziationen: ‚Ahab’s Saat’, ‚Transoplan’ oder auch ‚Die Atemräuberin’ versprechen geheimnisvolle und träumerische Klanglandschaften verbunden mit durchaus anspruchsvollen textlichen Inhalten.
Allerdings ist Im Columbia kein Album, das sich bereits beim ersten Hören komplett erschließen läßt. Dafür läßt sich aber bei jeder erneuten Wiederholung musikalisch immer wieder etwas Neues entdecken.
Erhältlich ist „Im Columbia“ exklusiv auf der Downloadplattform www.finetunes.net.