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Fidget: The Mercyless Beauty (Special Edition) TIPP

(Supermusic)

Autor: DJ / Wertung: 11.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Fidget - The Mercyless Beauty (Special Edition)‚Kontinuierliche Entwicklung’ ist sicherlich etwas, was auf die Düsseldorfer Fidget zutrifft. Zu Beginn ihrer Laufbahn noch deutlich vom damals aktuellen Crossover geprägt, entwickelt sich die Band von Veröffentlichung zu Veröffentlichung zu einem eigenständigen Ding. Geblieben ist ihnen dabei ihre Offenheit für zahlreiche Stilrichtungen, ein gewisser jugendlicher Leichtsinn und ihr eigener Sound, der gezeichnet ist vom Dialog der beiden Frontleute Thomas Alexander Jeske und Darline Fae Rubi. Und diese Elemente klingen auch im Jahr 2006 noch genauso unverbraucht wie auf ihrer ersten MCD – etwas, was man sich auch von anderen Bands wünscht.

The Mercyless Beauty enttäuscht dabei erneut nicht, sondern kann die Begeisterung nur ausbauen. Fidget jonglieren erneut mit zahlreichen Stilrichtungen und bauen diese geschickt zu ihrem eigenen Klang zusammen. 2006 gewinnt der ‚Fidget-Sound’ immer mehr an Kontur und lässt dennoch zahlreiche Fremdeinflüsse deutlich erkennen.

Die Reise beginnt mit Distance Vs. Desire, einer Hommage an Tool - und ein Zeichen dafür, dass Fidget neue Aspekte in ihr Programm aufgenommen haben: Das Scheppern verhallt langsam und weicht großen Melodien und stillen, harmonischen Momenten. Die hören dann auf Titel wie Sri Lanka, Perfect oder Lydia Behind Bars. Bei Mojo lässt man Bläser und eine Hammondorgel erklingen, bei Nebraska mimt man den Folk-Barden und bei The Merciless Beauty wird es dann psychedelisch. Freunde der alten Fidget kommen bei Krachern wie Better Than This, Hear You Scream und Buy My Alibi auf ihre Kosten. Ohne dass man hierbei auf Hammond, Bläser und Elektronik ganz verzichtet. Die Welt ist bunt und durchzogen von verschiedenen Klängen. Und Fidget bedienen sich diesem breiten Spektrum.

Die Special-Edition wartet mit einem wirklich schönen Booklet (starkes Artwork) und einer Bonus CD auf, welche neben drei Bonustracks auch noch zwei Live-Videos und zwei Musikvideos enthält. Da die Band sich auch optisch nicht zu verstecken braucht, eine wirklich runde Sache. Den Niederrheiner sei Erfolg gegönnt.

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