Rezensionen

Falconer: Northwind

(Metal Blade)

Autor: Katze / Wertung: 7.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Falconer - NorthwindMit ihrem letzten Album „Grime vs. Grandeur“ vermochten die Power Metaller von Falconer weder bei der Presse noch bei ihren Fans so wirklich zu punkten, was von einigen gerne dem Mathias Blad-Ersatz am Mikro Kristoffer Göbel quasi als Schwarzer Peter in die metallischen Schuhe geschoben wurde, andere wiederum machten das Songmaterial an sich verantwortlich, das ihnen zu sehr nach überfröhlichem Trallala klang.

Die Kristoffer Göbel Kritiker zumindest werden erst einmal gejubelt haben, als sich vor kurzem rumgesprochen hat, dass Falconer ihr angestammtes Frontkehlchen Mathias Blad für die gemeinsame Sache zurück gewinnen konnten. Bleibt somit lediglich die Frage, ob man sich zum aktuellen Longplayer „Northwind“ auch musikalisch wieder einen Tacken härter geben würde.
Diese Frage muss leider mit ‚Nein!’ beantwortet werden, denn auch wenn man den Jungs zugestehen muss, dass der Wiedereinstieg von Blad eine echte qualitative Steigerung nach sich gezogen hat, zumindest was den gesanglichen Bereich betrifft, so muss man auch im gleichen Atemzug sagen, dass man vom Songmaterial an sich her weiterhin in arg seichten Gewässern vor sich hin dümpelt und sich wahrscheinlich auch dieses Mal einen gewissen Vorwurf bzgl. überfröhlichem Trallala gefallen lassen muss. Dabei mag man ja den Herrschaften keineswegs das Gespür für schöne Melodien, die auch schon einmal sehr hymnisch ausfallen können, absprechen, aber hier sind die Melodien teilweise schon wieder so schön, dass sie zuckersüß überklebrig aus den Boxen tropfen und einen aufdringlichen nach Kitsch duftenden Geruch im Raum hinterlassen. Zusätzlich bleibt nach dem letzten Album 2005 auch in vorliegendem Falle die musikalische Abwechslung und Vielfalt arg auf der Strecke, so dass sich – zumindest bei mir – bereits nach wenigen Tracks leichtes Desinteresse und gar ein bisserl Langeweile einschleichen. Schade eigentlich, denn dass Falconer richtig fette und spannende Songs schreiben können, das hat die Truppe doch in der Vergangenheit mehr als einmal unter Beweis gestellt.

Fazit: Bei allen wirklich ernsthaften Versuchen kann ich mich nicht so wirklich für „Northwind“, die aktuelle Falconer Platte, erwärmen, auch wenn einige nette Ansätze sicherlich erkennbar sind und man den Mannen bezogen auf das letzte Album sicherlich eine Steigerung attestieren kann. Allerdings ist diese Steigerung in meinen Ohren momentan noch zu gering, als dass man an alte Glanzzeiten anknüpfen könnte. 7½ Punkte!

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