Beschreibung: Ein Fluch schwebt seit Jahrhunderten über der Familie der McGillians! Andrew McGillian klärt seine Geschwister über die unheilige Vergangenheit ihrer Blutlinie auf. Denn Andrew weiß, dass jeder einzelne von ihnen noch immer in Lebensgefahr schwebt.
In seiner Not wendet McGillian sich an den Okkultisten Nathan Pierce.
Pierce bittet zwei Freunde, in Irland nach dem rechten zu sehen, und den McGillians im Kampf gegen ihr schreckliches Schicksal beizustehen: Christopher Lane und Faith van Helsing!
Kritik: Das Motiv des Rachegeistes ist sicherlich eines der ältesten Motive des Gruselgenres. Und sicherlich auch eines der beliebtesten und am häufigsten angewandten Motive. Der Vorteil liegt auf der Hand: Der ‚Geist’ bietet Identifikation, denn Rachegelüste sind niemandem fremd. Wo bei einer gewöhnlichen Horrorgeschichte ‚Gut’ und ‚Böse’ eine klare Trennung erfahren, lassen sich die beiden Pole im Fall des von Rache getriebenen Geist nicht mehr so einfach trennen.
Dies macht man sich auch bei der vierten Faith-Folge zu Nutze. Man sympathisiert auf der einen Seite mit der jungen Magd, der in früher Vergangenheit großes Leid zugefügt wurde, auf der anderen Seite leidet man auch mit der Familie McGillian, die nach und nach vom Rachegeist ausgemerzt wird. Und weiterhin zeigen die Macher der Serie sich so geschickt, dass das ‚Helden Duo’ Lane und Faith kein Mittel gegen den Geist finden. Das sorgt natürlich für zusätzliche Dramatik.
Die Geschichte ist diesmal wirklich interessant, allerdings zeigen sich auch hier wieder die bereits erwähnten Kritikpunkte. Anstatt dem Geist seine geisterhaften Eigenschaften zu lassen, setzt man ihn herab auf die stoffliche Ebene. Und dies anscheinend nur, damit Faith ausgestattet mit Engelskräften und flotten Sprüchen auf ihn einprügeln kann. Dabei bietet die Folge schon genug Action, so dass man sie nicht auf diese Art hätte erzwingen müssen. Man sollte einfach auch den Mut haben, von den eigenen Vorgaben (mindestens eine Keilerei pro Folge) abzuweichen. Ansonsten liegt aber mit der vierten Folge die bislang beste der Serie vor. Prädikat: hörenswert!