Beschreibung: Ich ahnte schon lange, dass Raven ein dunkles Geheimnis hütete. Nun wurde mein Freund von seiner Vergangenheit eingeholt. Wir mussten fliehen! Ein alter Feind Ravens war zurückgekehrt, und dieser wollte nur eins: Ravens Tod! Doch welche Rolle spielte der Vatikan? Wer war der sagenumwobene Sin-Eater? Und was hatte der „Kopfgeldjäger der Schattenwelt“ mit alledem zu tun? Und aus dem Dunkeln näherte sich noch eine andere Gefahr…eine tödliche Gefahr! Der Kampf um unser Überleben hatte begonnen…!
Kritik: Während die fünfte Folge ein unterhaltsames und vor allem düsteres Intermezzo darstellte, kehrt man mit der sechsten Folge wieder zum Soapcharakter zurück. Leider. Auch wenn diese Folgen auf anderen Seiten als bisheriger Höhepunkt gefeiert wird, so stellten sich bei mir nur merkwürdige Assoziationen ein: Die wirren Kampfszenen, die Aneinanderreihung von Zufälligkeiten und die schlechten Dialoge wecken Erinnerungen an grottige Masters Of The Universe-Folgen, an die lächerliche Darstellung der Mordliga beim Braun’schen <B>John Sinclair oder an Ausrutscher bei den Marvel Comics der 80er. Russel & Brandon tragen hier einfach zu dick auf. Sin Eater, Kopfgeldjäger, gefallene Engel, Vampire und Hexen – und alle schlagen wild aufeinander ein. Hätte man die Serie nicht etwas subtiler vorantreiben können? Dies klingt eher wie eine Massenschlägerei im Hausflur der Lindenstraße. Vielleicht ist das hip bei TV-Serien wie Buffy, Angel oder Charmed, aber Hörspiele werden doch vor allem von reiferen Menschen und nicht der MTV-Generation gehört. Mir gefällt das plumpe Spannungstheater an dieser Stelle nicht mehr, auch wenn ich längst vom Soapcharakter gefangen worden bin. Damit ich der Serie aber wirklich und ohne Gewissensbisse verfalle, sollte man subtiler, gerne auch wortkarger zu Werke gehen. Andere Serien machen es exzellent vor; ohne Namen nennen zu wollen.
Faith ist nach sechs Folgen ein interessantes Experiment, bei dem man sich allerdings wünscht, dass es sich etwas weniger von aktuellen TV Serienhits beeinflusst zeigt. Auch lässt man zu schnell Geheimnisse platzen, so dass befürchtet werden muss, dass die Serie schnell ihren Reiz verliert. Wünschenswert sind neben aller Lockerheit mehr Flair und eine langsamere Gangart. Faith hat nämlich durchaus das Zeug, ebenso wie die visuellen Vorbilder ein Serienhit zu werden. Dies aber bitte nicht mit der Hauruckmethode.