Tour- und veröffentlichungsfreudig zeigen sich die Italiener von Exilia. So lang scheint mir der letzte Release der Band noch gar nicht her – man will es also wissen. Und geht dabei kein Risiko ein. Nobody Excluded bietet den gleichen Stoff, der auch schon das Fundament von Unleashed gebildet hat: Krachender Crossover, dominiert von Laut/Leise-Dynamik nicht nur im Song, sondern auch über die gesamte Platte, Einflüsse von Guano Apes, Korn und Die Happy und dazu die rauchige Stimme von Frontlocke Masha. Alles vielleicht ein wenig krachender, ein wenig konzentrierter, aber natürlich auch mit Quotenballaden versehen. Dazu tanzt, hüpft und knutscht man heute gerne in den Discotheken – aber wenn wir mal ehrlich sind: Alles schon gehört, alles ohne Überraschungen, die Stimme schafft keine Höhepunkte und nur selten gelingt einem mal eine wirklich tolle Harmonie. Dass mag man mir jetzt als Rache für die Schmach im Halbfinale auslegen, aber Nobody Excluded finde ich ebenso wie die Vorgänger zwar solide, aber stinklangweilig.
Rezensionen
Exilia: Nobody Excluded
(Gun/BMG)
Autor: DJ / Wertung: 7.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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