Inhalt: In den Tiefen der Meere ist der zweiköpfige Zaphod Beeblebox unterwegs. Sein Auftrag: ein unsinkbares Schiff, das auf dem Meeresgrund abgestürzt ist und Nebenprodukte von absolut sicheren Prozessen geladen hat, zu finden.
Unten angekommen erfährt er, um was es sich bei der unheimlichen Fracht an Bord handelt: Aoriststäbe. Mit diesen kann Energie aus der Vergangenheit gewonnen werden - mit dem Ergebnis, dass die Zukunft der Gegenwart die Energie stieht und sie somit vernichtet werden müssen. Zaphod ist schlicht schockiert. Doch es ist noch Schlimmeres an Bord, so hoffen zumindest die Beamten…
Kritik: Ein 30minütiges Hörbuch ist ein 30minütiges Hörbuch. Und 30 Minuten sind eigentlich nicht mehr als ein Augenblick, da eine halbe Stunde auch nur als ein Augenblick gilt. Zumindest in der Hörspielwelt, wo 30 Minuten gerne als die Zeitspanne zwischen zwei Handlungssequenzen gewählt wird. So währt auch Der junge Zaphod geht auf Nummer Sicher nur einen Augenblick und schließt überraschend die Hörbuchtätigkeit ab, während der Hörer sich selber noch mitten in der Hörbuchtätigkeit wähnt. Nicht dass die Episode, die vor dem tatsächlichen Per Anhalter Durch die Galaxis stattfindet, besonders aufregend ist. Aber dennoch hat man das Gefühl, dass sich noch eine Geschichte entwickelt, und dann ist sie schon wieder vorbei.
Dabei sind die sonstigen Elemente bekannte Motive aus Douglas Adams Sarkasmusschatz. Vor allem die Bürokratie spielt auch diesmal wieder eine tragende Rolle in der Geschichte um den jungen Zaphod Beeblebox. Alleine schon als Raumschiff einen Registrierschrank zu wählen, der von den zu Beginn auftretenden Naiven als Hummer ohne Scheren identifiziert wird, spielt mit dem Humor, der den Anhalter so beliebt machte.
Als Sprecher hat man Boris Aljinovic gewählt, einen der Schauspieler die zuletzt ihr Talent im Otto Waalkes Film Sieben Zwerge vergeudet hat. Als Erzähler der Adams Kurzgeschichte macht er eine sehr gute Figur und weiß sogar als doppelköpfiger Zaphod eine unterhaltsames, lebhaftes Spiel von sich zu geben. Hätte man ihm allerdings noch ein paar Effekte und ein wenig Musik zur Hand gegeben, hätte das Hörbuch sicherlich mehr Gestalt verliehen bekommen. So bleibt es recht zweidimensional. Und bevor der Hörer drin ist, ist er aus der Geschichte auch schon wieder raus. Daher nur für Douglas Adams-Liebhaber eine wirklich lohnenswerte Anschaffung. Und davon soll es ja bekanntlich eine Menge geben…