Ist schon bemerkenswert, wie manche Bands auf ihren Namen kommen. Donnybrook aus Los Angeles nennen sich nach einem irischen Dorf, welches als Synonym für ein ziemlich rabiates Fest steht und im Slang bedeutet donnybrook in etwa aggressives Auftreten.
Aggressiv sind die Jungs, da kann man nichts sagen und laut Plattenfirma soll „Lions In This Game“ das Hardcore Album des Jahres sein. Damit stimme ich nicht ganz überein, auch wenn sich die Musik in Richtung Madball, Terror</B> oder SOIA bewegt, also schön oldschoolig groovend, mit einer gehörigen Portion Wut in den Vocals, schaffen es Donnybrook nicht, die Qualität der vorgenannten Größen zu erreichen.
Die Songs gehen alle schön nach vorne, aber sie entfalten nicht die Wut oder Aggression, die ich von einer guten Hardcore Scheibe erwarte. Musikalisch gibt’s nichts zu meckern, außer der Tatsache, dass die Songs zu glatt klingen, poliert irgendwie. Ohne Ecken und Kanten und dort gehen viele der gewünschten Emotionen verloren. Desweiteren muss ich auch mal wieder über die Spielzeit meckern. Ich habe mich ja schon daran gewöhnt, dass die Alben nicht lang sind und ihre Energie aus der Intensität der Songs ziehen, aber knappe 27 Minuten für 12 Songs sind doch schon ziemlich wenig.
Als absoluten Anspieltip kann ich nur „Techno-Logic Overkill“ mitgeben, der Song ist der druckvollste und auch gesanglich der Prägnanteste, dass liegt besonders daran, dass Scott Vogel (Terror) dort mitsingt.
Alles in allem handelt es sich bei „Lions In This Game“ um ein Album einer Band aus L.A, die lieber in New York leben würde und versucht den Spirit dieser Szene in ihrem Album aufleben zu lassen. Es ist kein schlechtes Album, nur zu mittelmäßig, um in der Szene zu bestehen. Außerdem ist ihre Musik reine Livemusik, denn nur dort kann die Band zeigen, ob die Aggressionen nur gespielt oder wirklich ein Teil ihres Lebens ist.
Rezensionen
Donnybrook: Lions In This Game
(Alveran Music)
Autor: CF / Wertung: 6.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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