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Derek Sherinian: Blood of the Snake TIPP
(Inside Out / SPV)


Autor: Katze / Wertung: 10.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Derek Sherinian - Blood of the SnakeMit “Blood of the Snake” kommt der ehemalige Dream Theater Keyboarder mit seinem inzwischen fünften Album um die Ecke, und Fans des Herren, der sich schon lange von seiner Zeit bei vorgenannter Band frei geschwommen hat, dürfen sich wieder einmal auf ein mächtig spannendes Album freuen.

Allgemein neigt man ja dazu, Soloalben von Keyboardern eher von vorneherein kritisch zu betrachten, weil man in aller Regel fürchten muss, dass der Protagonist mit seiner Tischhupe alle anderen Instrumente übertrumpfen möchte und somit die Songs tot dudelt. Für diese Taktik gibt es genug Negativbeispiele, auf die aber an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden soll, denn das hat mit Derek Sherinian komplett gar nichts zu tun. Vielmehr ist es so, dass man sich auf ein Soloalbum dieses Tastenkünstlers immer freuen kann, denn seine Alben bieten stets eine musikalische Vielfalt, die seinesgleichen lange suchen muss, und vor allem stehen bei ihm immer die Songs an sich und nicht einzelne Personen im Vordergrund des Songwritings. Die musikalische Vielfalt macht es dann auch immer ein wenig schwer, das Ganze stilistisch einzuordnen, was auch „Blood of the Snake“ wieder einmal deutlich betrifft. Würde man versuchen, wenigstens die Hauptströmungen herauszufiltern, so würden einem sicherlich zuerst Begriffe wie Rock, Progressive, Metal oder auch Jazz einfallen, was aber auch nicht sonderlich im Hinblick auf Sherinian’s musikalischen Werdegang verwundern wird.
Neben seinem eigenen Talent setzt der Herr des Keyboards auf „Blood of the Snake“ zusätzlich auf die Fertigkeiten solch illustrer Gäste wie beispielsweise Zakk Wylde, der dem Titel „Man With No Name“ dann auch gleich mit seinem typischen Gitarrenspiel und seiner leicht nöhligen Stimme seinen Stempel aufdrückt, Yngwie Malmsteen, der gleich mehrere Songs durch sein Gitarrenspiel verfeinert und beim Titelsong gemeinsam mit Wylde in die Saiten haut, oder auch Slash und Billy Idol, die bei der Coverversion von „In The Summertime“ ihr Stell-Dich-ein geben. Positiv fällt hierbei auf, dass man vorgenannte Künstler nicht nur für ein gediegenes Name-Dropping engagiert hat, sondern sich eben jene stilistisch sehr deutlich einbringen konnten, was diesem Release eine richtig würzige Note verleiht.

Fazit: Man sollte schon etwas mit dem Instrument Keyboard an sich etwas anfangen können, um Genuss an dieser Platte zu finden. Wenn man dies aber kann, dann wird man von Derek Sherinian für einen Kauf von „Blood of the Snake“ mit zehn sehr starken Nummern für diesen Kaufentscheid belohnt. 10,5 Punkte!

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