Sperrig beschreibt es vielleicht am besten. Vor der Havarie feuern Delbo acht unbequeme Breitseiten auf unsere Hörgewohnheiten und den Schönklang ab. Gepaart mit einer emotionalen Intensität und musikalischer Tiefe, dass es einen etwas sprachlos hinterlässt. Lediglich der finale Untergang „Départ“ findet den Weg ins Kurzzeitgedächtnis, der Rest wiegt sich im Schmerz und dem Unangepassten. Dieses Album passt eher schlecht auf das Fließband der Kulturindustrie, es braucht Sonderbehandlung. „Havarien“ ist vergleichbar mit einem Buch, der Inhalt muss nicht schön sein, um gut zu sein. Man liest es und legt es dann erstmal für unbestimmte aus der Hand. Man nimmt es auf sich und wird erst am Ende belohnt. „Havarien“ ist wie gesagt kein einfaches Album, aber mit Sicherheit ein lohnenswertes, wenn man sich die Zeit nimmt.
Rezensionen
Delbo: Havarien
(Loob Musik / Universal)
Autor: Ex-Redakteur / Wertung: 7.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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