‚Zwischen die Stühle gesetzt’, könnte es im Fall von Deep Insight heißen. Das finnische Quartett erinnert optisch an HIM und The Rasmus und war auch noch mit Letzteren auf Tour, bewegt sich aber musikalisch durchaus auf wohl tönenden Pfaden: ursprünglicher Hard Rock, zeitgemäßer Mainstreamrock, Emo- und ein wenig Gothic Rock werden nach Belieben gemischt. Dass man es sich damit selber etwas schwer macht, zeigt sich auch in den verschiedenen Kritiken, befriedigt man doch keine der eigentlich angesprochenen Parteien. Dem Rocker ist es zu viel Schminke und ‚Frauenverstehendes’ in der Musik, dem Goth Rocker zu wenig Goth, dem Emo zu wenig Screamo und Emotion und für den Mainstreammarkt sind einfach zu gute Songs am Start. Dass die Band dennoch positive Aufmerksamkeit abbekommen hat, lässt sich daher nur durch den Support von The Rasmus erklären. Irgendwie ist es ihnen doch gelungen, ein Publikum zu finden.
Persönlich gefällt mir Red Lights, white lines gut, gibt es auf der Scheibe nun einmal wirklich hörenswerte Nummern, die umso stärker betont werden, da auch einiges an Überschuss draufgepackt wurde. Wenn die Finnen irgendwann ihre Linie gefunden haben und es wohlmöglich auch noch fern vom Mainstreamgeschmack ist, könnte es durchaus mit uns klappen. Vorher gilt allerdings ‚Abschminken’…
Rezensionen
Deep Insight: Red lights, white lines
(Turned Out Records)
Autor: DJ / Wertung: 8.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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