DEADLOCK sind schon eine Exoten-Combo. Der Straight Edge Szene entsprungen reichern sie das neumodische Metalcore-Klischee von kurzhaarigen Veganern, die dem Death Metal frönen mit einer ganzen LKW-Ladung an Zirkus-Black Metal- und Gothic-Elementen an. Musikalisch ist diese Band somit tatsächlich endgültig näher an Horrorshow-Metallern wie Cradle Of Filth angesiedelt, als dass man da noch irgendwie einen Bezug zum Hardcore finden möchte, auch wenn der stilistische Grundstein zuweilen schon sehr an Heaven Shall Burn erinnern kann. Mit orchestralem Keyboard-Bombast, zweistimmigen Lead-Gitarren-Exzessen und Trällermaus im Gepäck hat die Truppe dabei nämlich tatsächlich eine eigene Nische gefunden, die einem ob des Backgrounds zunächst die Stirn runzeln lässt, bei genauerem Hinhören aber doch sehr gut zu unterhalten weiß. DEADLOCK gelingen dann mitunter recht lässige Hits zwischen allen Stühlen, zu denen eben geade die weiblichen Vocals bei fast schon epischen Songs wie "10.000 Generations in Blood" oder "Awakened By Sirens" mit fast-kitschig-popigen Passagen einen gehörigen Teil beitragen. Zudem klingt die Scheibe mit einem 11minütigem Mammut-Song und dem nur aus Klavier-Geklimper und Frauengesang bestehendem Abschluss-Track dann auch ziemlich gelungen aus.
Wenn man bedenkt, wie hanebüchen ich diese Band bei ihrer Split-CD mit Six Reasons To Kill vor zwei Jahren eigentlich noch fand, muss ich echt sagen: Nicht schlecht! Alles andere als schlecht!
Rezensionen
Deadlock: Earth Revolt
(LifeForce)
Autor: SD / Wertung: 8.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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