Inhalt: Die Vergessenen Sektoren, 40.000 Lichtjahre von Zuhause entfernt… Kim Hunter und Käpt´n Moon haben es mit Müh und Not geschafft, die Sternstraße zu durchqueren. Jetzt ist ihr Schiff, die Vimana, stark beschädigt und es gibt keinen Weg für sie zurück. Da empfangen sie plötzlich das Signal eines sterbenden Sternenschiffs, das in den Weiten des Alls treibt…
Kritik: Nach dem gelungenen Einstand Ad Astra gelingt es Pandoras Play mit Jäger und Beute den an die Serie gerichteten Erwartungen gerecht zu werden. Das dunkle Meer der Sterne hält, was der Titel verspricht, denn Jäger und Beute ist eine recht düstere Folge, in dem die Einsamkeit des Alls bedrohlich aus den Boxen schweigt.
Die Handlung konzentriert sich auf den Konflikt, der durch das defekte Schiff Vimana entsteht und die Hoffnung, die durch das Auftauchen des fremden Sternenschiffs aufkommt. Die anschließende Weltraumjagd mit Versteckspiel ist spannend umgesetzt, die moderate Länge von ca 54 Minuten tut dem Hörspiel gut. Überflüssige Dialoge und damit entstehende Peinlichkeiten und Längen werden vermieden. Es bleibt eine auf Action setzende Geschichte, die zwar den von SciFi-Fans häufig gesuchten Tiefgang vermissen lässt, aber dennoch genug Platz für Charaktere bietet.
An dieser Stelle spielen die Sprecher eine gewichtige Rolle. Bernhard Selkers als Kapitän Joshua Moon erinnert stark an Kapitän Nelson aus der gleichnamigen Perry Rhodan Episode. Ein rauer, knurrender Weltraumbär. Daneben agiert Katja König zart in der Rolle der Kim Hunter. Auch die anderen Rollen sind ansprechend besetzt, so dass den Figuren echtes Leben eingehaucht wird.
Abgerundet wird der gute Gesamteindruck des Hörspiels durch eine wirklich starke musikalische Untermalung - angefangen vom Titelthema bis zu den Zwischensequenzen. Jäger und Beute kann man SciFi Freunden mit Hang zu einfachen Geschichten im Rahmen einer Space Soap nur empfehlen.