Rezensionen

Cougars: Pillow Talk TIPP

(Go Kart Recrods)

Autor: DJ / Wertung: 9.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Cougars - Pillow TalkWie klingt Robert Smith (The Cure), wenn er von Wladimir Klitschko (K.O. vor der ersten Runde) gefistet wird? Wahrscheinlich wie Matthew Irie, Sänger der amerikanischen … äh… Rock Band Cougars. Dessen chaotisch-wirbelnde, cholerisch-springende Stimme ist aber nicht das einzige Markenzeichen der achtköpfigen Gruppe, denn neben der klassischen Instrumentierung bestehend aus Bass, Gitarre und Schlagzeug färben Saxophon, Trompete und Cheap Electronic den Klang. Heraus kommt aber nicht eine weitere Ska , Reggae oder Soul Band ohne eigenen Charakter, sondern eine Mischung aus Noise und Punk, in der die genannte Instrumentierung einen exotischen Charakter besitzt. Schon der Opener Toxic For Syndrome macht dies mit dezenten Bläsern und zwitschernden Syntheffekten klar. Und auch in den restlichen Nummern behalten die ‚Fremdinstrumente’ ihren untergeordneten, aber Würze gebenden Charakter bei. Und sichern nebenbei auch Harmonien, während Mathew Irie im Vordergrund unbeeindruckt vom musikalischen Treiben seinen vokalen Fieberwahn auslebt. Damit ist Pillow Talk keine einfach zu nehmende Platte, aber ein anders klingendes Tonwerk, dass zudem von Klangmeister Steve Albine (u.a. Neurosis) in Szene gesetzt wurde. Vor allem Fans des kultigen Produzenten sollten als Anspieltipp einmal Scissitar! oder das bluesige Shitstorm probieren. Und hoffen, dass die Gruppe sich einmal für eine kleine Tour nach Deutschland verirrt.

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