Nasum are Back? Nicht ganz, ein Drittel der alten Mannschaft hat sich nach dem tragischen Tod Mieszkos aufgerafft, um in guter alter Grincore-Manier das Erbe Nasums anzutreten. Eine kleine Kursänderung gibt es allerdings zu vermelden, denn die Coldworker grinden sich nicht nur durch die 14 Songs, sondern bollern zu fast 40 Prozent auch mächtig ins Death Metal-Gebälk. Aufgrund ihrer bisherigen Brötchengeber (Ruin, Carnal Grief, Phobos) wissen die Jungs ganz genau, wie der Death/Grindcore-Hase läuft. Mächtig druckvolle Midtempoparts lockern die ansonsten durchweg zügigen Songs auf, von denen der Großteil zwischen der zwei-bis-drei-Minuten-Grenze liegt. The “Contaminated voice” bietet zwischendurch ein wenig “At The Gates”-Rhythmus, ab und an schimmert vereinzelt Lock Up-Flair durch und in den Übergängen zu den langsamen Parts erinnert’s stellenweise an die Kannibalen aus Florida. Der Höhepunkt liegt mit “Return to ashes” so ziemlich in der Mitte der Scheibe und groovt urgewaltig und gänzlich ohne Blastbeat durch die Pampa. Weitere Leckerbissen sind “They crawl inside me” mit einem coolen Groove im Mittelteil und der Abschlußtrack “Generations decay” mit seiner düsteren apokalyptischen Endzeitstimmung. Dem Ganzen hat Soundmaster Dan Swanö einen druckvollen rein-in-die-Fresse-Sound verpaßt und aufgrund der vorgenannten Attribute ist The contaminated void um Längen besser und unterhaltsamer als die letzte Misery Index und läßt Terrorizers Zweitwerk ebenfalls alt aussehen. Sehr gutes Knüppel aus dem Sack-Machwerk mit Death Metal-Anleihen. Erde an Mieszko, der Anders und sein neue Truppe haben das sehr gut hingekriegt. R.I.P. 9 Sterne.
Rezensionen
Coldworker: The contaminated void
(Relapse)
Autor: R@Z€ / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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