Rezensionen

Cloudscape: Cloudscape

(Metal Heaven / Soulfood)

Autor: Katze / Wertung: 8.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Cloudscape - CloudscapeSymphony X war das erste, das mir beim Hören vorliegender Platte durch den Kopf ging, dicht gefolgt von Stratovarius. Und zumindest mit ersterem lag ich gar nicht mal so falsch, wie ein Blick ins beigelegte Presseinfo belegt. Symphony X gehören nämlich neben Bands wie Dream Theater, Yes, Rush, Deep Purple, Kansas etc. laut Eigenaussage der Band zu den musikalischen Vorbildern und auch Russel Allan selber nimmt bei Cloudscape – Sänger Micael Andersson eine Top Position in der Rubrik „Persönliche Sangesgötter“ ein.

Klingt von den Vorbildern her erst einmal gut, tut es auch musikalisch überwiegend, aber eben nur überwiegend, denn ihren Vorbildern das Wasser reichen können die Schweden mit ihrem selbstbetitelten Debüt noch lange nicht. Dafür ist das Songwriting einfach noch nicht ausgereift genug, es fehlt an Überraschungselementen und vieles ist zu vorhersehbar, weil es stark an die Vorbilder angelehnt ist. Dennoch wie gesagt nicht unbedingt ein schlechtes Album, denn die insgesamt 12 Songs rocken auch mit vorgenannten Makeln immer noch recht amtlich, so dass dieses Werk einen durch und durch soliden Eindruck macht. Das Material lässt auf jeden Fall erahnen, dass Cloudscape auch zu wesentlich mehr fähig sein könnten, wenn sie auf den nächsten Alben zu einem eigenständigeren Stil finden könnten. Erste Gradmesser für das Potential sind beispielsweise „Everyday Is Up to You“, der eingängige Opener „As The Light Leads The Way“ und “Under Fire”, wohingegen man sich eine Nummer wie “Witching Hour”, die mich persönlich kolossal anödet bzw. sogar leicht annervt, vielleicht besser gespart hätte (aber Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden).

Fazit: Etwas mehr Eigenständigkeit, die ich Cloudscape bei ihren ab und an aufblitzenden technischen Fähigkeiten durchaus zutraue, täte dieser Formation und ihrer Musik definitiv gut, denn sonst werden es die Herren sicherlich schwer haben, sich im ohnehin schon von Mucke dieser Art überfluteten Markt zu etablieren. Für ein Debüt aber ist diese Platte allemal gut gelungen, deswegen 8 Punkte von mir und wer auf Musik in der Schnittmenge von Stratovarius und Symphony X steht hört einfach mal rein.

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