„Pure Love“ von Christina Lux war eine der ersten CDs, die ich damals (2001) für das SoundBase besprechen durfte, und genau seit dieser Zeit würde ich mich selber durchaus als großen Fan der sympathischen Sängerin und Gitarristin aus Kassel bezeichnen. Kein Wunder also, dass ich nach inzwischen gut drei Jahren seit dem letzten regulären Album der Dame sehnsüchtig nach neuem Material lechzte und somit dem aktuellen Release „Coming Home At Last“ mit großen Erwartungen entgegenfieberte.
Inzwischen rotiert erwähnte CD bestimmt zum 25sten Male in meinem CD-Player durch und ich kann sagen, die großen Erwartungen meinerseits wurden mehr als deutlich entlohnt, denn Frau Lux präsentiert sich auch hier einmal mehr von ihrer musikalischen Schokoladenseite. Wieder einmal zieht sie ihre Hörer von der ersten Note der insgesamt 10 Songs an in ihren Bann und hüllt sie in eine wohlig warme Decke, die aus erlesenen Stoffen gewebt ist. Hier finden sich Anteile von Acoustic Soul, der einem tief unter die Haut fährt, genauso wie gewohnt jazzige Ingredienzien und das ein oder andere blueslastige Element. Besonderes Augenmerk hat die Künstlerin auf „Coming Home At Last“ einmal mehr auf ihre Songtexte gelegt, so dass sich hier auch wieder alle diejenigen angesprochen fühlen dürfen, denen Musik in der heutigen Zeit all zu oft nur noch wie sinnentleerte Massenbeschallung zur Befriedigung des Konsums vorkommt. Christina Lux hat etwas zu sagen, und deswegen lohnt es sich definitiv, ihr aufmerksam zu lauschen. Auch wer der englischen Sprache nicht wirklich mächtig ist, der kommt dieses Mal auf seine Kosten, denn einige Textpassagen sind in deutscher Sprache verfasst und Sorgen so im musikalischen Gesamtbild zusätzlich für gelungene Abwechslung.
Fazit: Christina Lux sagt über „Coming Home At Last“ selbst, dieses Album sei ihr Meilenstein. Ob dieses Album nun wirklich der Meilenstein in ihrer bisherigen Diskographie mag ich nicht entscheiden, weil für mich sind alle ihre Alben irgendwo Meilensteine, zumindest solche, die aus dem oftmals gebotenen musikalischen Ausverkauf der heutigen Fast-Food-Pop-Generation herausragen. 11½ Sterne!