Rezensionen

Cataract: Kingdom TIPP

(Metal Blade/SPV)

Autor: R@Z€ / Wertung: 10.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Cataract - KingdomGülden und in Bronze gekleidet, kommt die neue Cataract-Langrille daher. Ganz im majestätischen Gewand präsentieren uns die Schweizer ihre wohlklingende und altbekannte Mischung aus Metalcore und Thrash Metal. Anhänger des Königshauses nebst Gefolge brauchen sich keine Sorgen zu machen, befinden sich Zepter und Reichsapfel noch immer in den selben Händen. Cataract sind sich treu geblieben, haben ihren Stil erfreulicherweise komplett beibehalten und gönnen dem Hörer zum Glück keine Soundeskapaden oder gar technische Frickeleien. Die einzige Überraschung stellt für mich �On this graveyard� dar, kommt dieser Song in Downfall of christ-Manier des genialen Merauder Erstlings �Masterkiller� daher, bis man nach gut zwei Minuten die Handbremse lockert und altbekannt wild um sich thrasht. Cataract�s Königreich wurde auf solidem Grund gebaut, hier sitzt jedes Riff und jeder Break wie in Stein gemeißelt. Sänger Fedi hat seinen Gesang ein wenig modifiziert, singt etwas brutaler als noch auf dem Vorgänger und Cataract wären nicht Cataract, würden sie nicht die typischen Slayer Riffs und Licks mit dem unverkennbar schleppenden Schlagzeuggroove verbinden. Soundtechnisch ist abermals alles im grünen Bereich, wurde selbiger wieder von Tue Madsen in den Antfarm Studios fett und triefend zusammengebraut. Somit können alle Fans der letzten Scheibe bedenkenlos zugreifen und gemeinsam mit �Legions at the gates� oder �March with your battleforce� durch die Hütte marschieren. Absolute Höhepunkte sind �Denial of life� als Pendant zum famosen �As we speak� sowie �Definition of the sacred�, welches mit seinem ehr Hip Hop-lastigen Schlagzeugrhythmus Vergleiche zu Slayer�s Bloodline aufkommen läßt, bevor es auch hier wieder zur Sache geht. Überhaupt muß man, ohne dies negativ zu meinen, immer wieder die Thrashkings anführen, will man den Eidgenossen gerecht werden. Aber was solls, es gibt weitaus schlimmere Vergleiche und so haben wir auch eigens für uns eine europäische Version, der besten Band der Welt. War die Vorgängerscheibe für mich die Inkarnation eines zweiten Reign in blood-Albums, so könnte man Kingdom als God hates us all bezeichnen, welches sich brutal 10 Zacken aus der Krone bricht und königliche Unterhaltung bietet. Mehr Punkte gibts für die Band, die es schafft, Thrash-Songs mit eingängigen und melodischen Refrains ala South of heaven oder Dead skin mask abzuliefern…denn sowas kann wohl nur eine Band!

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