Ich hatte es ja nie so mit Rage Against The Machine. Und Refused, na ja, muss ich auch nicht haben. Außer nach fünf Kannen Bier, verrauchter Luft und dem irren Gedanken, Arme und Beine kreisen zu lassen. Dann lasse ich mir das gefallen. Aber während früher in jedem Jugendzimmer modernen Hardcore und Crossover-Klängen gelauscht wurde, habe ich immer noch stolz Thrash und Death Metal als Volksopium erklärt. Was soll’s?! Darunter sollen ja heute nicht Cameran aus dem schönen Wanderland Österreich drunter leiden. Die hauen zwar gewaltig in die gleiche Kerbe wie oben genannte Bands, machen ihre Sache aber ‚so gut’, dass es unfaires Spiel wäre, ihnen deswegen eins zwischen die Zähne zu setzen. Zumal man neben dem obligatorischen Gehippe und Gehoppe mitsamt den Kleinmädchenstimmen ein ordentliches Instrumentalbrett vorlegt. Wenn man mal nicht hüpft und wackelt, entstehen dabei wirklich tolle Harmonien, die hier und da an Wüstenrock oder Tool erinnern. Dazu lässt sich sicherlich auch toll kiffen – wenn denn der Sänger schweigt. Klingt nämlich auch nach The Doors , die mit ein paar BPM zu schnell abgespielt werden. Freunde genannter Mucke können hier sicherlich rücksichtslos zugreifen….
Rezensionen
Cameran: A Caesarean
(Nois-o-lution / Indigo)
Autor: DJ / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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