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Brides of Destruction: Runaway Brides

Autor: JK / Kommentare: Bisher keine

Bild von Brides of Destruction - Runaway BridesWas für ein Label: Tödlicher Straßen-Rock’n’Roll. Klingt erst mal großkotzig, oder? Diejenigen, die sich dieses Markenzeichen ans Revers heften, dürfen das aber irgendwie auch. Und sei es nur aufgrund ehemaliger Verdienste. Warum? Nun die Bandmitglieder stammen aus dem Dunstkreis von Motley Crue und Amen und sehen sich nach eigener Einschätzung irgendwo zwischen Black Sabbath, den Sex Pistols und den frühen Kiss angesiedelt. Nach einem Blick aufs Covers hätte ich gleich noch Motörhead dazugepackt – und das wird sich später auch musikalisch bestätigen. Selbst wenn der Plattentitel, Runaway Brides, zunächst an eine fiese Schmonzette mit Julia Roberts gemahnt.

Als Auftakt haben die vier Altrocker mit „Aunt Biente“ ein mystisches Intro gewählt. Bing, Bong, Pling, Pling, nett, aber etwas vorhersehbar … es folgen mit „Lord of the Mind“ und „Dead Man’s Ruin“ zwei freundliche Rocker, die die Chose erst mal auflockern. Traditionell und ohne die Garantie, vom Hocker gerissen zu werden. In walzenartigen Bewegungen rollt danach „Criminal“ in den Gehörgang. Der bis dato beste Song. Witzig auch ist die verranzte, immer leicht nach Hustenreiz klingende Stimme von London LeGrande. Na gut, mit „White Trash“ wird langsam klar, dass man mit einer wirklichen Überraschung wohl nicht wird rechnen dürfen. Auch wenn „Brothers“ danach mit einem wirklich fetten Groove aufwartet und von der Gesangslinie beinahe von Buddy Lackey alias Devon Graves stammen könnte. Ein kleines bisschen jedenfalls.

Dann endlich folgt die Ballade, „Never say never“, mit einem Schuss Guns’n’Roses. Klingt etwas kindisch. Es folgen einige Rocker, eine Hymne, und schließlich wird doch allzu deutlich, dass „Runaway Brides“ den Weg ins neue Jahrtausend niemals geschafft hat – und das ist mittlerweile nun auch schon mehr als fünf Jahre alt. Dennoch ist hier den Brides of Destruction eine grundsolide Platte geglückt. Mehr aber nicht.

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Rezensionen

Brides of Destruction: Runaway Brides

(Mascot / Rough Trade)

Autor: Katze / Wertung: 8.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Brides of Destruction - Runaway Brides“Runaway Brides” ist bereits das zweite Album der illustren Brides of Destruction Truppe um Mötley Crüe Bassist Nikki Sixx und den Guns ‘n’ Roses, LA Guns Klampfer Tracii Guns, wobei ich zugeben muss, dass deren Debüt „Here Comes the Brides“ komplett an mir vorbei gegangen ist.

Scheint aber auch nicht weiter tragisch zu sein, denn für meinen Geschmack hab ich vermutlich nichts Weltbewegendes verpasst, zumindest wenn ich davon ausgehe, dass „Runaway Brides“ stilistisch in dieselbe Kerbe schlägt wie sein Vorgänger. Erwartungsgemäß steht hier nämlich rotziger Rock auf dem Fahrplan, der zwar sicherlich amtlich vorgetragen wird, allerdings auch nichts wesentlich überraschendes bietet. Die Formation bietet halt routiniert das, was man von den Namen der beteiligten Musiker auch irgendwo erwartet, d.h. man spielt einen gefälligen Stiefel runter, der nicht sperrig ist und auch bisweilen angenehm in die Knochen fährt. Wer auf soliden Rock steht, fährt hier sicherlich nicht schlecht, mir persönlich ist das zu austauschbar und allenfalls Mucke, die ich mal gemütlich nebenher höre.

Fazit: Wenn man nicht all zu hohe Ansprüche an ein musikalisches Gesamtwerk stellt und sich einfach mal locker rockig berieseln lassen will oder den Soundtrack zur nächsten bierseligen Party braucht, der sollte „Runaway Brides“ der Brides of Destruction ruhig mal antesten, alle anderen können diese Combo wahrscheinlich getrost ignorieren. Für dieses Genre nicht schlecht gemacht der Release, deswegen lockere 8 Punkte!

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