Dunkle Wolken hängen über Helms Klamm. Und wie ein Death Metal-Gewitter brechen Bloodthorn über dich herein und versauen dir mit dunkler Stimmung, fiesen Vocals und bösartiger Atmosphäre auch den sonnigsten Tag in Hobbingen. Das treibende “Blood and iron” dient Saruman perfekt als Anfeuerungsuntermalung für seine Bergwerk-Orks. Unter Zuhilfenahme der rhythmischen Einleitung von “Invoking the apocalypse” erstürmen Uruks die Hornburg und der Midtempostampfer “They will arise” läßt die gewaltigen Mumakil scharenweise Rohirrim niedertrampeln. Soweit die Höhepunkte der Scheibe. Die übrigen fünf Songs plus Intro liegen im Hochgeschwindigkeitsbereich und hätten Saurons Truppen sicherlich zum rasenden Genozid an den freien Völkern Mittelerdes verholfen, wären Bloodthorn damals zur musikalischen Schlachtuntermalung angetreten. Da wir hier aber nicht in Mittelerde oder in Fantasien sind, mag diese Scheiblette dem gestandenen Knüppelfetischisten, mit Hang zu blackmetallischen Gitarrenanschlägen zusagen, alle anderen vorher bitte unbedingt ein Elbenohr riskieren. Sieben Ringe den Zwergen in ihren Hallen aus Stein…
Rezensionen
Bloodthorn: Genocide
(Morningstar Records / PHD)
Autor: R@Z€ / Wertung: 7.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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