Rezensionen

Black Oak Arkansas: The Wild Bunch

(Music Avenue / Soulfood)

Autor: Katze / Wertung: 3.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Black Oak Arkansas - The Wild BunchMeine Herren, das belgische Label Music Avenue holt aber auch in regelmäßigen alte verstaubte Kamellen aus der Versenkung, was auf den ersten Blick ja auch nicht weiter tragisch ist, aber manche dieser Kamellen vegetieren aus gutem Grund in dieser Versenkung.

Vorliegender Release von Black Oak Arkansansas z.B. ist wieder einer der Fälle, den man getrost dem Schleier des Vergessens hätte überlassen können, denn mit „The Wild Bunch“ haben die Altrocker schon 1999 in Amerika nichts gerissen, was meiner Meinung nach vor allem an der Belanglosigkeit des präsentierten Liedgutes liegt. Bandkopf Jim „Dandy“ Mangrum knödelt sich hier mit seinen Jungs durch insgesamt 15 Nummern, einige davon neu, andere aus der Mottenkiste geholt und im Studio mittels Neueinspielung notdürftig abgestaubt. Aber so sehr die Herren auch an ihren Werken herumwienern, ein penetranter Muff bleibt ihnen doch anhängen. Zwar tu ich mich im Allgemeinen schwer, eine Platte schlecht zu reden, weil ja immer eine Menge Arbeit, Schweiß und Herzblut in einer Veröffentlichung steht, aber die Jungs haben es in meinen Augen einfach nicht drauf, mal eine richtig mitreißende Nummer zu komponieren. Die Songs plätschern durch die Bank einfach völligst unmotiviert und saft- und kraftlos aus den Boxen, und es ist fast schon eine Wohltat, wenn der Schlussakkord von „Talk to the Hand“ erklingt, weil das bedeutet, dass die Platte endlich durchgelaufen ist. Es mag sicher den ein oder anderen Südstaatenrocker oder Biker geben, der das anders sieht, und ich werde sicherlich keinen daran hindern, sich diese Platte zu Gemüte zu führen, aber bei mir kann diese Truppe mit ihrer Mucke keinen Blumentopf gewinnen.

Fazit: Wer auf Southern Rock vermischt mit Blues-Elementen steht kann „The Wild Bunch“ mal antesten, alle anderen können diesen Release ruhigen Gewissens ignorieren. 3 Punkte, weil mir zumindest die Fotos im Booklet einige amüsante Minuten beschert haben.

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