Rezensionen

Beyond Fear: Beyond Fear

(Steamhammer / SPV)

Autor: Katze / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Beyond Fear - Beyond FearDie Karriere von Tim ‘Ripper’ Owens könnte man gemeinhin durchaus von zwei Seiten betrachten. Zum einen zählt er gewiss zu den besser verdienenden Akteuren des metallischen Gewerbes, denn seine Engagements bei Bands wie Judas Priest und Iced Earth lässt sich der Herr sicherlich nicht in platt gekauten Kaugummis auszahlen. Zum anderen stellt sich im Falle Owens die phrasenschweinträchtigste Frage „Kann Geld alleine glücklich machen?“, denn obwohl die Mehrheit der Szene kaum abstreiten wird, dass der Herr über eine feine Stimme verfügt, stand Meister Owens ja doch stets im Schatten übermächtiger Vorgänger, ohne sich je aus der Umklammerung eines Halfords oder Barlows - vor allem bei den Fans der jeweils betroffenen Truppen - freischwimmen zu können.

Und Geld alleine macht offensichtlich – zumindest im Falle Owens – nicht glücklich, denn nach all seinen Alben mit vorgenannten Bands, hat er eine Schaffenspause von Iced Earth dazu genutzt, zusammen mit einigen Mitstreitern die Band Beyond Fear ins Leben zu rufen. Deren gleichnamiges, 12 Tracks umfassendes Debüt kommt in Kürze in den Handel und man darf gespannt sein, wie Tim Owens ‚solo’ (man möge mir den Begriff seitens der beteiligten Musiker verzeihen) denn nun klingt.
Es kann schnell zusammengefasst werden: Nicht wesentlich anders als es sein bisheriger musikalischer Werdegang vermuten lässt. Konkret bedeutet dies, dass sich Owens und Co überwiegend in traditionellen Metall – Gefilden austoben und überwiegend wuchtige Rocknummern präsentiert, die einem mehr als einmal angenehm in die Nackenmuskulatur fallen und natürlich von der charakteristischen Stimme Owens’ dominiert werden. Innovationspreise werden Beyond Fear also wohl eher nicht abräumen können, aber das muss ja auch nicht unbedingt erstrebenswert sein.

Fazit: Sollten der Ripper Owens und seine Mannen vorgehabt haben, mit „Beyond Fear“ ein amtlich rockendes Scheibchen unters metallische Volk zu bringen, so dürfte ihnen dies auch gelungen sein. Und es bleibt ferner festzuhalten, dass sich der Ripper mit seiner eigenen Combo auch ein wenig von seinen bisherigen Referenzbands wegbewegen konnte, und somit durchaus endlich einmal als eigenständiger Künstler mit eigenem Stil und Ideen betrachtet werden kann. Jenseits jedweder Angst gibt’s hierfür furchtlose 9 Punkte!

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