Rezensionen

Astral Doors: Astralism TIPP

(Locomotive Records)

Autor: Katze / Wertung: 11.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Astral Doors - AstralismNachdem die schwedische Formation Astral Doors im Herbst 2005 mit der E.P. „Raiders of the Ark“ noch geschickt ein neues Album angetäuscht hat, machen die Jungs jetzt ernst und präsentieren uns unter dem Titel „Astralism“ ihr sehnlichst erwartetes drittes Album.

Und das kann sich erneut sehen lassen, denn was der Song „Raiders of the Ark“, der erwartungsgemäß auch auf diesem Longplayer vertreten ist, bereits versprochen hat, können insgesamt 12 weitere Songs problemlos halten. Hier steht wieder einmal feinster Heavy Rock auf dem Fahrplan, der sich – eigentlich wie von der Truppe gewohnt - ganz in die Tradition von Bands wie Deep Purple, Rainbow, Whitesnake und Co stellt und – ebenfalls wie gewohnt – beim Hörer Ronnie James Dio Assoziationen weckt. Sänger Patrik Johansson schämt sich nämlich auch auf der dritten Langrille einfach immer noch nicht, stimmlich fast haargenau wie der kleine große Sangesmeister zu klingen.
Neben den feinen Songwriting – Qualitäten, die hier von den Herrschaften an den Tag gelegt werden, wie sich jeder gerne selber via Probehören an Songs wie beispielsweise „Black Rain“, „EVP“, „In Rock We Trust“, „Israel“, „Oliver Twist“, etc. überzeugen kann, besticht „Astralism“ wieder einmal durch einen exzellent fetten Sound. Die Combo hat erkannt, dass gute Songs alleine nicht für ein gutes Album reichen, sondern dass es das Material außerdem noch amtlich wuchtig aus den Boxen pressen muss. Fein!

Fazit: Ewige Nörgler werden sagen, dass hier nichts geboten wird, was nicht der ein oder andere schon einmal gebracht hat, und sie haben wahrscheinlich in der Sache recht. Aber das spielt für mich im Falle der Astral Doors komplett keine Rolle, weil hier a) alles das, was schon mal irgendwer irgendwo gebracht hat, auf den Punkt konkret in coolen Songs vereint wird, die Truppe b) bei allen geweckten Assoziationen immer noch ein sehr eigenes Feeling präsentiert, man c) eine unbändige Spielfreude aus dem Material heraushört und schlussendlich – und das wäre dann Unterpunkt d) - „Astralism“ einfach schiebt und rockt wie Sau! Schweden 11 Punkte!

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