Arctic Monkeys werden in England als das nächste große Ding gehandelt. Und was in England angesagt ist, das wird auch bald in Deutschland angesagt sein. Dann hauen wir der Band erst einmal den Stempel Hype auf die zarte Stirn und lassen uns gemächlich in die Polster sinken. Der Knatsch und Tratsch in den Foren ist schon mal heiß! Beinahe ähnelt die Diskussion einem wüsten Quellcode:
If($your_are_hyped == TRUE) {
$Artic_Monkey > $Oasis && $Arctic_Monkeys > $The_Libertines
}elseif($your_are_hyped == FALSE){
($Artic_Monkey < $Oasis && $Arctic_Monkeys > $The_Libertines)
OR
($Artic_Monkey < $Oasis && $Arctic_Monkeys < $The_Libertines)
OR
($Artic_Monkey > $Oasis && $Arctic_Monkeys < $The_Libertines)
}
Wobei dies hier nicht alle möglichen Zusammenstellungen wiedergibt. Der Vergleich mit Oasis und The Libertines spielt bei der Band allerdings eine wichtige Rolle. Ebenso ihre Erfolgsgeschichte, laut der sie mittels (legaler) MP3s in Interesse der Öffentlichkeit gespült worden und binnen kürzester Zeit einen Besucherwachstum von 10 auf 1000 ihrer Konzerte erwirkten. „Die Kuh soll man melken, solange die Euter noch dick sind“, dachte sich auch das Label Domino Recordings (u.a. Franz Ferdinand), nahm die Band unter Vertrag und ernannte sie zur Unsterblichkeit. Und so schoss nach den Spice Girls zum ersten Mal wieder eine Debütsingle auf Platz 1 der englischen Charts: I bet you look good on the dancefloor.
Ob die flotte, trockene Gitarrennummer dies wirklich verdient hat? Dass man darüber diskutieren kann, zeigt sich wie gesagt in den Foren. Mir gefällt’s. Und auf das Album darf man gespannt sein. Wer sich die Chance nicht nehmen lassen will, die Band noch einmal in kleinen Clubs zu sehen:
10.11.2005 - Mudd Club (Berlin)
11.11.2005 - Underground (Köln)
12.11.2005 - The Atomic Cafe (München)