Rezensionen

Anti-Flag: For Blood And Empire

(Red Ink / Rough Trade)

Autor: Ex-Redakteur / Wertung: 9.0 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine

Bild von Anti-Flag - For Blood And EmpireHier ist es also, das Major Debüt von Anti-Flag. Viele Fans werden sich auf Grund des Major-Vertrages schon vor Erscheinen der CD von der Band abgewendet haben, alle anderen haben sehnsüchtig auf dieses Scheibe gewartet. Bleibensich Anti-Flag treu oder hat das Major schlechten Einfluss auf die Band?

Man kann sagen dass Anti-Flag sich treu bleiben, zum Glück immer noch wissen, wo ihre Wurzeln liegen, aber mit dieser CD auch einen Schritt nach vorne gehen. Der Opener „I’d tell you but“ ist typisch Anti-Flag, und ich war sehr erfreut als ich ihn hörte, da ich wieder einen so schlechten und zu poppigen Opener ala „Turncoat“ von „The Terror State“ erwartete. Doch leider blieb meine Freude nicht von Dauer, denn „The Press Corpse“ geht dann doch genau wieder in die „Turncoat“ Richtung. Die Nummer ist meiner Meinung nach viel zu poppig und klingt komplett langweilig, was außerdem auch noch auf den Song „This is the end for you my friend“ zutrifft. Für meinen Geschmack leisten sich Anti-Flag somit genau wie beim “The Terror State”- Release 2 dicke Fehltritte.

Doch die CD hat auch noch gewisse Überraschungen zu bieten, so werden in „Hymn for the dead“ Trompeten eingesetzt und „One Trillion Dollars“ könnte glatt ein Solo-Stück von Justin Sane sein. Feine Sache! Mit ihren Texten bleiben Anti-Flag sich natürlich treu und nehmen weiterhin kein Blatt vor den Mund. Damit sind sie so überzeugend wie eh und je und regen immer noch deutlich zum Nachdenken an.

Alles in allem kann festgehalten werden, dass Anti-Flag mit „For Blood And Empire“ ein recht gutes Major-Debüt abliefern. Dieses Album ist vielleicht sogar ihr bisher Facetten reichstes, wenn auch sicherlich nicht ihr bestes. Mir fehlt hier einfach die gewisse Aggressivität von früher, denn diese kommt nur noch in den typischen Anti-Flag-Nummern, „Confessions of an economic hit man“, „I’d tell you but“ und „Depleted Uranium is a war crime“ zum Vorschein. Für eingefleischte Fans wird es sicher schwierig, sich mit dieser CD anzufreunden, da sie schon sehr sauber und poppig klingt, nichtsdestotrotz werden Anti-Flag mit dieser CD auch sicher eine Menge neuer Fans finden.

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