Schweden ist nicht nur berühmt berüchtigt für die Fabrikation Elch getesteter Möbel, sondern bietet auch vor allem auf dem Unterhaltungssektor immer wieder erstklassige Exportschlager, sei es im Bereich Popmusik – es sei an dieser Stelle mal an Aushängeschilder der Szene wie natürlich allen voran ABBA aber natürlich auch Ace of Base, Roxette, etc. erinnert – oder auch im Bereich TV, z.B. mit erstklassigen Kinderserien aus dem Hause Astrid Lindgren. Und die Entwicklung geht immer weiter: Inzwischen schaffen es die Schweden, die beiden genannten Bereiche wirksam zu vermischen, wie der aktuelle Schwedenexport Anna Sahlene der Weltöffentlichkeit zu beweisen vermag.
Anna Sahlene begann ihre Medienkarriere nämlich einst im zarten Alter von 11 Jahren in der überaus erfolgreichen TV Serie „Die Kinder aus Bullerbü“, ohne danach allerdings den Weg vieler Kinderstars zu gehen und in der Versenkung zu verschwinden. Vielmehr arbeitete sie über Jahre hart und konsequent an einer Karriere als Sängerin, d.h. sie nahm nicht die Abkürzung über irgendwelche Castingshows sondern wählte den langen Weg über Jobs als Session- und Backgroundsängerin, eigenen Bandprojekten, etc. Der Aufwand dürfte sich gelohnt haben, denn mit „It’s Been a While“, ein Titel den man durchaus als Anspielung auf die lange Reise bis zu diesem Album verstehen könnte, hat Frau Sahlene eine Platte am Start, auf die sie stolz sein kann. Zwar läuft das Ganze unter der Rubrik Pop, ist aber dennoch meilenweit von der unter dem Begriff sonst üblichen gesichts- und substanzlosen Chartmucke entfernt. Fernab von seichtem Kaufhausgedudel präsentiert Anna Sahlene insgesamt 14 Songs, die vor allem durch ausdrucksstarkes Songwriting und starke Gesangslinien glänzen. Die häufig durchklingende Rocknote erinnert bisweilen ein wenig an Sheryl Crow (z.B. bei „The Little Voice“), was an dieser Stelle durchaus als Kompliment verstanden werden sollte. Wer sich gerne mit Songtexten beschäftigt, wird auch hier auf seine Kosten kommen, denn neben den natürlich standardmäßig für einen Pop-Release vorkommenden Girl – Meets – Boy – Geschichten kann man auch die ein oder andere amüsant freche Nummer wie beispielsweise „House“ entdecken.
Fazit: Wer sich zu Hause durchaus gerne mal ein Pop-Album auflegt, aber keine Massenware von der Stange kaufen will, der sollte sich Anna Sahlene’s Debütalbum „It’s Been a While“ einmal beim nächsten Plattenkauf zu Gemüte führen. 10 Punkte!