Aus dem Land der Pizza & Pasta gesellen sich nun auch die dort schon einige Jahre aktiven Alix ein in den Reigen der internationalen Stoner-Acts. Wer Italien bisher in diesem Bereich eher als Entwicklungsland gesehen hat, dürfte durchaus Recht haben, muss sich allerdings vom geschlechter-gemischten Quartett eines besseren belehren lassen. Zumindest, was die Kompetenz angeht. Alix wissen durchaus mit einem Gros ihrer Genre-Kollegen mitzuziehen, d.h. die Gitarren fräsen sich gewohnt durch Wüstensand und der Beat wird dampfend ausgelegt. Eine interessante Alternative bietet man mit Sängerin Alice Albertazzi am Mikrofon, die mit dunkler, klarer kraftvoller Stimme dem Material einen eigenen Stempel aufdrückt. Das klingt anfangs interessant, frisch und gewagt, zieht die Platte aber auf Dauer auch etwas runter. Die Dame singt eigentlich schon zu gut, d.h. sie formuliert jeden Ton, jedes Wort sauber aus, was der Musik etwas an Dampf und Biss nimmt. Und leider gelingen ihr dabei zwar durchaus ungewohnte Harmonien, aber auch nicht der ganz große Wurf. Es fehlt etwas die Rauheit des Wüstensounds. Als EP wäre Ground sicherlich eine tolle Sache, als neun Songs umfassenderer Longplayer läuft sich die Scheibe aber leider zum Ende trotz erwähnter Klasse etwas tot.
Rezensionen
Alix: Ground
(Go Down Records)
Autor: DJ / Wertung: 7.5 von 12 Punkten / Kommentare: Bisher keine
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